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Deutsche Firmen wollen Digitalisierung weiter ankurbeln

Der Stand der Digitalisierung in deutschen Firmen zeichnet laut einer aktuellen Umfrage ein gemischtes Bild. So beurteilen ihn die Unternehmen bei sich selbst nur als befriedigend und sehen mehrheitlich Länder wie China und die USA Deutschland diesbezüglich enteilt. Doch den durch Corona bedingten Digitalisierungsschub wollen sie auch postpandemisch fortsetzen.
International sieht je knapp ein Drittel der Firmen Deutschland bei der Digitalisierung in der Spitzengruppe, im Mittelfeld und unter den Nachzüglern.
Die Corona-Pandemie hat in der deutschen Wirtschaft einen Digitalisierungsschub ausgelöst – und der ist von Dauer. Das ist ein zentrales Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die der Digitalverband Bitkom unter 602 Unternehmen ab 20 Beschäftigten in Deutschland durchgeführt hat [1]. Zwar hat sich die Selbsteinschätzung der Unternehmen zum Stand der eigenen Digitalisierung mit der Schulnote "befriedigend" (3,2) gegenüber dem Vorjahr (3,4) nur minimal verbessert. Aber die Digitalisierung hat in den Firmen infolge der globalen Folgen des Coronavirus an Bedeutung gewonnen: sowohl im eigenen Unternehmen (für 92 Prozent) als auch für die deutsche Wirtschaft insgesamt (94 Prozent).

Freilich existieren weiterhin auch Gründe, die die Digitalisierungsbemühungen der Unternehmen ein- oder ausbremsen. Mit Datenschutzanforderungen (79 Prozent) und dem Fachkräftemangel (65 Prozent) finden sich zwei Punkte an der Spitze der meistgenannten Antworten, die im Vergleich zu 2020 um je zehn Prozentpunkte zugelegt haben. Sie und andere Hemnisse gilt es zu mindern, will man im internationalen Vergleich an Boden gewinnen. Denn zumindest die große Mehrheit der Unternehmen (88 Prozent) glaubt, dass in puncto Digitalisierung der Anschlusss für Deutschland an Länder wie die USA oder China aktuell verloren sei.

Ein gutes Zeichen ist da wiederum die Vielzahl konkreter Digitalisierungsmaßnahmen, die aufgrund der Coronapandemie angegangen oder intensiviert wurden – unter denen die Einführung oder Ausweitung von Videokonferenzen (92 Prozent) und Tools zur digitalen Zusammenarbeit (74 Prozent) die Spitzenpositionen einnehmen. Weiter entwickeln beispielsweise 60 Prozent digitale Geschäftsmodelle, haben 41 Prozent Beratungen zur Digitalisierung genutzt, setzen 61 Prozent auf die Weiterbildung der Beschäftigten zu Digitalthemen und haben 17 Prozent Digitalisierungsexperten eingestellt.

Auch die Erwartungen bezüglich der pandemiefreien Zukunft bekräftigen, dass eine große Mehrheit der Unternehmen an ihren Digitalisierungsfortschritten festhalten oder diese ausweiten wollen – was sich an der sehr großen Zustimmung für die Beibehaltung digitaler Techniken ablesen lässt. Diese reicht unter anderem vom weiteren oder verstärkten Einsatz digitaler Signaturen (97 Prozent) über den weiteren Gebrauch von Kollaborationstools (87 Prozent) bis zum Einsatz von Videokonferenzen statt persönlicher Treffen (68 Prozent). Lediglich beim Thema Home Office zeigt sich ein gegenläufiger Trend: Hier wollen 71 Prozent das herbeigesehnte Ende der Pandemie nutzen, um Corona-Regelungen ganz oder teilweise zurückzunehmen, und ihre Mitarbeiter zumindest öfter wieder im Büro antreffen.
30.11.2021/mh

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