Im Test: LogMeIn Hamachi 2.1

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Im Test: LogMeIn Hamachi 2.1

25.06.2012 - 00:00
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Die zunehmende Mobilität der Mitarbeiter sowie der Bedarf nach mehr Flexibilität bei der Wahl des Arbeitsplatzes verlangen nach einer geeigneten und zugleich sicheren Lösung für eine Internet-weite Vernetzung. Statt dazu mit hohem Aufwand eigene VPN-Technik zu installieren und zu unterhalten, bietet sich als preisgünstige Alternative der Netzwerkvirtualisierungsdienst Hamachi von LogMeIn an. IT-Administrator hat sich das attraktive Angebot hinsichtlich Flexibilität und Sicherheit einmal genauer angesehen.
Die sichere Kopplung von mobilen Arbeitsplätzen untereinander oder an ein bestehendes Netzwerk ist eine anspruchsvolle Aufgabe. So sind bei einer Realisierung in Eigenregie umfassende Detailkenntnisse zur Konfiguration von VPN-Verbindungen gefragt. Auch wird geeignete VPN-Hardware benötigt oder es sind zumindest VPN-Software-Clients erforderlich. Handelt es sich bei den verwendeten Internet-Zugängen um normale DSL-Anschlüsse, besitzen diese weder feste IP-Adressen noch existiert eine nutzbare DNS-Auflösung, sodass zusätzlich ein DDNS-Dienst wie etwa dyndns.org in Anspruch genommen werden muss.

Deutlich leichter und ohne jegliche eigene Zusatzhardware gelingt eine derartige Kopplung mit dem Netzwerkvirtualisierungsdienst Hamachi von LogMeIn. Der Anbieter betreibt dazu eine eigene Internet-weite Gateway-Plattform, die in Verbindung mit sehr schlanken Clients sicher verschlüsselte Datenkanäle zwischen den jeweiligen Endpunkten aufbaut und das komplette Routing sowie den Transport der Daten übernimmt. Es handelt sich letztendlich um die gleiche Plattform, über die auch das in der Januar-Ausgabe des IT-Administrator vorgestellte LogMeIn Pro bereitgestellt wird. So konnten wir zum Test den gleichen LogMeIn-Zugang wie damals verwenden.

Getestet haben wir mit der Version Hamachi 2.1.0.166. Hamachi ist kein einmalig zu erwerbendes Produkt, sondern ein Dienst, der als Abonnement jährlich abgerechnet wird. Erfreulich ist, dass dabei eine Nutzung mit bis zu fünf Clients pro Netzwerk kostenlos ist. Damit lassen sich sehr kleine Umgebungen oder auch Testszenarien ohne finanziellen Aufwand dauerhaft betreiben.

Fazit
LogMeIn Hamachi erwies sich im Test als leistungsfähiger Netzwerkvirtualisierungsdienst, der es erlaubt, Internet-weite virtuelle VPN-Netzwerke zu konfigurieren, ohne dazu eigene Hardware beschaffen zu müssen. Durch drei unterschiedliche Netzwerkarten lassen sich typische Anforderungen abdecken. So kann der Administrator mobile Benutzer untereinander vernetzen sowie mit einzelnen Servern verbinden, und es ist möglich, virtuell vernetzte Clients mit einem physikalischen LAN zu verbinden. Durch einen schlanken, sehr einfach zu installierenden Client sind die einzelnen Systeme schnell angebunden.

Gut gefallen hat uns auch die Web-GUI, mit der sich die benötigten Netzwerke übersichtlich zentral verwalten lassen. Damit ist es nicht erforderlich, dass die Anwender etwas am Client konfigurieren müssen. Eine wirksame Authentifizierung und eine leistungsstarke Verschlüsselung sorgen dafür, dass die Daten sicher im Netz transportiert werden. Interessant erscheint uns die nutzungsorientierte und zudem preislich attraktive, jährliche Abrechnung anhand der genutzten Netzwerke und Clients. Netzwerke mit bis zu fünf Clients sind sogar kostenlos, was einen einfachen und zeitlich unbegrenzten Test des Dienstes im eigenen Umfeld erlaubt. Gut kombinieren lässt sich Hamachi übrigens auch mit der Fernwartungssoftware LogMeIn Pro, wobei bei Nutzung eines gemeinsamen Accounts die gesamte Administration über dieselbe Web-Oberfläche erfolgen kann.

Den ganzen Test finden Sie in Ausgabe 07/2012 ab Seite 18.




Jürgen Heyer/ln