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Jobmotor Cloud: Die neuen IT-Berufe
Cloud Computing etabliert sich als weit verbreitetes Modell und will zur effizienten Nutzung der IT beitragen. Dabei krempelt die Cloud die Informationstechnologie auch am Jobmarkt um. Welche Qualifikationen gefragt sind, wenn sich Fachkräfte beruflich in die Cloud verlagern wollen, beschäftigt viele IT-Spezialisten. Unser Fachbeitrag gibt sich positiv und erklärt, warum die Aussichten anders als im Wetterbericht oft heiter sind – trotz oder vielmehr wegen aufkommender Wolken in der IT-Landschaft.
Wirft man einen Blick in eine der großen Online-Jobbörsen und gibt den Suchbegriff "Cloud" ein, erscheint eine Vielfalt an Jobangeboten. Darunter finden sich vielfältige und neuartige Jobbezeichnungen: vom IT Cloud Consultant über Cloud Solutions Engineer bis hin zu Spezialisten für Cloud Computing, Cloud Hosting oder Cloud Security. Es zeichnet sich ab, dass die Cloud in den nächsten Jahren das Spektrum an IT-Jobs nicht nur vielfältiger gestalten wird, sondern auch heute schon neue Stellen schafft. Man kann davon ausgehen, dass die Cloud das Potenzial besitzt, sich in den nächsten Jahren als nicht zu unterschätzender Jobmotor hervorzutun.
Nicht umsonst investiert etwa Amazon Web Services in die Förderung der nächsten Generation von Cloud-Experten und sucht nach weiteren Fachkräften, um mehr deutsche Unternehmen in die Cloud zu bringen. Die AWS-Plattform ist stark gewachsen und bietet ihren Service heute in neun Regionen mit 25 Verfügbarkeitszonen an, davon drei in Europa. An vielen Standorten gilt es, kontinuierlich qualifizierte Nachwuchsfachkräfte zu rekrutieren, um die wachsende Nachfrage für Cloud-Services seitens der Kunden bedienen zu können.
Viele der angebotenen neuen Jobs, egal ob bei Cloud Service-Betreibern oder bei Unternehmen, die ihre IT in die Cloud verlagern, sind erst vor kurzer Zeit entstanden. Beim der Durchsicht der Stellenbeschreibungen fällt auf, dass sich manches überschneidet oder ähnliche Aufgabenbereiche unter verschiedenen Titeln angepriesen werden. Welche spezifischen Anforderungen sind bei technischen Cloud-Jobs gefragt? Dies können beispielsweise Programmierkenntnisse oder Erfahrung mit Virtualisierung, aber auch bestimmte Ausbildungsrichtungen, Ingenieurstitel, Zusatzqualifikationen oder mehrjährige Berufserfahrung sein, was sich zudem je nach Arbeitgeber unterscheiden dürfte. Ein Blick in die offenen Stellen zeigt die Vielfalt der Tätigkeitsfelder, selbst wenn der Begriff Cloud nicht zwingend Teil des Jobtitels sein muss.
Karriereleiter in die Wolke
Einige nachfolgend aufgeführte Beispiele für typische neue Cloud-Berufe liefern zumindest einen groben Eindruck von einigen der möglichen Anforderungen. Cloud-Architekten etwa kümmern sich um die Entwicklung und Implementierung von Cloud-Initiativen, um sicherzustellen, dass Systeme skalierbar, leistungsfähig, zuverlässig und sicher sind. Adressiert werden hier Informatiker oder Ingenieure, die eine gewisse Erfahrung in großen, heterogenen Netzwerken mitbringen. Gerne gesehen sind Experten für Programmier- und Script-Sprachen wie Shell, Ruby, Node.js, Perl, PHP, Python, Java, JavaScript, C#, oder C++.
Auch praktisches Wissen zu Linux und Windows ist unverzichtbar, ebenso wie Erfahrung in der Entwicklung, Installation und Verwaltung von virtualisierten Umgebungen. Cloud Service-Entwickler entwerfen etwa für den Vertrieb oder das Management maßgeschneiderte Benutzeroberflächen, über die Endanwender auf die entsprechenden Dienste in der Cloud zugreifen. Hier zählt Erfahrung mit der Architektur und Implementierung von Web-Services auf SOA-Plattformen.
Erfahrung mit Softwareentwicklungsmethoden wie Agile oder DevOps müssen Bewerber mitbringen, die sich etwa bei Amazon Web Services auf eine Stelle als Data Centre Operations Manager bewerben wollen. Ebenso gefordert sind Referenzen im Projektmanagement bei großen IT-Service-Projekten. Ein weiteres Beispiel für einen Cloud-fokussierten Job: Ein Solutions Architect hat die Möglichkeit, Unternehmen zu helfen, und eine Strategie für die breite Nutzung von Lösungen für eine Vielzahl verschiedener Anwendungen bei strategischen Kunden mitzugestalten. Besonders gefragt ist Cloud Computing bei: Medien und Broadcasting, soziale Netzwerke, Gaming, Unternehmensanwendungen, Big Data und Business Intelligence, High Performance Computing, Simulation, skalierbare Webseiten und Web-Applikationen. Als wichtiges Mitglied des Vertriebsteams unterstützt der Solutions Architect Kunden bei der erfolgreichen Erstellung von Anwendungen und Dienstleistungen auf der AWS-Plattform.
Dabei werden verschiedene Dienste wie Amazon Elastic Compute Cloud (EC2), Simple Storage Service (S3), DynamoDB, Relational Database Service (RDS), Elastic Map Reduce oder Redshift als Bausteine benutzt, um skalierbare, hochverfügbare, und modern gestaltete Architekturen aufzubauen. Hier kommen Technologien wie der Map Reduce Algorithmus, noSQL und in-Memory Datenbanken und fehlertolerante und massiv verteilte Systeme zum Einsatz. Gefragt sind hier technische und analytische Fähigkeiten, mehrere Jahre Projekt- und Beratungserfahrung, ein Informatik- oder Mathematikstudium als Hintergrund sowie Kenntnisse in der Software-Entwicklung.
Der produktive Einsatz der Cloud steigert auch die Nachfrage nach Cloud-Systemadministratoren. Diese konfigurieren und warten die Systeme, die auf Cloud-Plattformen betrieben werden. Von erheblichem Vorteil ist hier jegliche Erfahrung mit Systemadministration, Installation von Plattformen auf Unternehmens-Ebene, aber auch in der Performance-Analyse und der Kapazitätsplanung für Enterprise-Plattformen. Kenntnisse in Cloud-basierter Entwicklung runden das Profil ab, ebenso wie Netzwerk-Erfahrung.


Attila Narin, Senior Manager bei Amazon Web Services/ln
Nicht umsonst investiert etwa Amazon Web Services in die Förderung der nächsten Generation von Cloud-Experten und sucht nach weiteren Fachkräften, um mehr deutsche Unternehmen in die Cloud zu bringen. Die AWS-Plattform ist stark gewachsen und bietet ihren Service heute in neun Regionen mit 25 Verfügbarkeitszonen an, davon drei in Europa. An vielen Standorten gilt es, kontinuierlich qualifizierte Nachwuchsfachkräfte zu rekrutieren, um die wachsende Nachfrage für Cloud-Services seitens der Kunden bedienen zu können.
Viele der angebotenen neuen Jobs, egal ob bei Cloud Service-Betreibern oder bei Unternehmen, die ihre IT in die Cloud verlagern, sind erst vor kurzer Zeit entstanden. Beim der Durchsicht der Stellenbeschreibungen fällt auf, dass sich manches überschneidet oder ähnliche Aufgabenbereiche unter verschiedenen Titeln angepriesen werden. Welche spezifischen Anforderungen sind bei technischen Cloud-Jobs gefragt? Dies können beispielsweise Programmierkenntnisse oder Erfahrung mit Virtualisierung, aber auch bestimmte Ausbildungsrichtungen, Ingenieurstitel, Zusatzqualifikationen oder mehrjährige Berufserfahrung sein, was sich zudem je nach Arbeitgeber unterscheiden dürfte. Ein Blick in die offenen Stellen zeigt die Vielfalt der Tätigkeitsfelder, selbst wenn der Begriff Cloud nicht zwingend Teil des Jobtitels sein muss.
Karriereleiter in die Wolke
Einige nachfolgend aufgeführte Beispiele für typische neue Cloud-Berufe liefern zumindest einen groben Eindruck von einigen der möglichen Anforderungen. Cloud-Architekten etwa kümmern sich um die Entwicklung und Implementierung von Cloud-Initiativen, um sicherzustellen, dass Systeme skalierbar, leistungsfähig, zuverlässig und sicher sind. Adressiert werden hier Informatiker oder Ingenieure, die eine gewisse Erfahrung in großen, heterogenen Netzwerken mitbringen. Gerne gesehen sind Experten für Programmier- und Script-Sprachen wie Shell, Ruby, Node.js, Perl, PHP, Python, Java, JavaScript, C#, oder C++.
Auch praktisches Wissen zu Linux und Windows ist unverzichtbar, ebenso wie Erfahrung in der Entwicklung, Installation und Verwaltung von virtualisierten Umgebungen. Cloud Service-Entwickler entwerfen etwa für den Vertrieb oder das Management maßgeschneiderte Benutzeroberflächen, über die Endanwender auf die entsprechenden Dienste in der Cloud zugreifen. Hier zählt Erfahrung mit der Architektur und Implementierung von Web-Services auf SOA-Plattformen.
Erfahrung mit Softwareentwicklungsmethoden wie Agile oder DevOps müssen Bewerber mitbringen, die sich etwa bei Amazon Web Services auf eine Stelle als Data Centre Operations Manager bewerben wollen. Ebenso gefordert sind Referenzen im Projektmanagement bei großen IT-Service-Projekten. Ein weiteres Beispiel für einen Cloud-fokussierten Job: Ein Solutions Architect hat die Möglichkeit, Unternehmen zu helfen, und eine Strategie für die breite Nutzung von Lösungen für eine Vielzahl verschiedener Anwendungen bei strategischen Kunden mitzugestalten. Besonders gefragt ist Cloud Computing bei: Medien und Broadcasting, soziale Netzwerke, Gaming, Unternehmensanwendungen, Big Data und Business Intelligence, High Performance Computing, Simulation, skalierbare Webseiten und Web-Applikationen. Als wichtiges Mitglied des Vertriebsteams unterstützt der Solutions Architect Kunden bei der erfolgreichen Erstellung von Anwendungen und Dienstleistungen auf der AWS-Plattform.
Dabei werden verschiedene Dienste wie Amazon Elastic Compute Cloud (EC2), Simple Storage Service (S3), DynamoDB, Relational Database Service (RDS), Elastic Map Reduce oder Redshift als Bausteine benutzt, um skalierbare, hochverfügbare, und modern gestaltete Architekturen aufzubauen. Hier kommen Technologien wie der Map Reduce Algorithmus, noSQL und in-Memory Datenbanken und fehlertolerante und massiv verteilte Systeme zum Einsatz. Gefragt sind hier technische und analytische Fähigkeiten, mehrere Jahre Projekt- und Beratungserfahrung, ein Informatik- oder Mathematikstudium als Hintergrund sowie Kenntnisse in der Software-Entwicklung.
Der produktive Einsatz der Cloud steigert auch die Nachfrage nach Cloud-Systemadministratoren. Diese konfigurieren und warten die Systeme, die auf Cloud-Plattformen betrieben werden. Von erheblichem Vorteil ist hier jegliche Erfahrung mit Systemadministration, Installation von Plattformen auf Unternehmens-Ebene, aber auch in der Performance-Analyse und der Kapazitätsplanung für Enterprise-Plattformen. Kenntnisse in Cloud-basierter Entwicklung runden das Profil ab, ebenso wie Netzwerk-Erfahrung.
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Attila Narin, Senior Manager bei Amazon Web Services/ln