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Seite 3 - Im Test: Avast for Business Free
Der Avast Web-Schutz dient dem Schutz vor unsicheren Internet-Seiten. Diese beinhalten zum Beispiel schadhafte Exploits oder leiten auf dritte Seiten um. Das gleiche gilt für Seiten, die anderweitig als nicht vertrauenswürdig eingestuft sind. Dazu klinkt sich das Modul in den Web-Stream ein und prüft alle Daten, die über einen unsicheren und sicheren Weg auf den Rechner kommen. Auch bei HTTPS-Scanning blockierte die Software bekannte Malware-URLs und prüfte Skripte vor deren Ausführung. Im Test stellten wir jedoch fest, dass der Aufruf von Webseiten spürbar länger dauerte als ohne den Web-Schutz. Gerade Seiten mit vielen Bildern oder solche mit viel JavaScript benötigten ihre Zeit, bis sie der Browser anzeigte.
Browser von Unrat befreien
Unter der Kategorie "Werkzeuge" liefert Avast das Modul "Browser-Cleanup". Es entfernt unerwünschte Browser-Add-ons und Toolbars. Eine sinnvolle Funktion, um das Treiben unerwünschter Erweiterungen auf Firmenrechnern Einhalt zu gebieten. Das Tool scannt hierfür die Browser des Arbeitsplatzes auf installierte Toolbars und Add-ons und bietet diese dann zum Löschen an. Leider haben wir keinen Weg gefunden, diesen Scan zentral von der Management-Konsole aus zu starten und auszuwerten. Um die Browser-Bereinigung durchzuführen mussten wir auf dem Arbeitsplatz Avast Business Security starten und auf "Überprüfung" und "Nach Browser-Add-ons scannen" klicken. Der Dialog zeigte uns dann die installierten Add-ons und Toolbars an. Diese sind bei Avast als gut oder schlecht bewertet. In der Grundeinstellung werden Plug-ins mit guter Bewertung ausgeblendet. Schlechte zeigt der Hersteller auf einem roten Hintergrund an. Wie diese Bewertungen zustande kommen, konnten wir auch nach längerer Recherche nicht ermitteln.
Im Test installierten wir neben Java als Plug-in auch noch Toolbars von Yahoo!, Google und den Babylon-Übersetzer. Das letzte Plug-in ist bei Avast schlecht bewertet, weshalb uns die Sicherheitslösung das Deaktivieren oder direkte Entfernen anbot. Ein Klick auf den entsprechenden Button entfernte die unerwünschte Erweiterung. Auch wenn das Entfernen selbst sehr gut funktionierte meinen wir, dass bei einer Business-Lösung das komplette Handling dazu über die Management-Konsole möglich sein sollte. Denn den Programmzugriff zu erlauben und dem Anwender die (Teil-)Verantwortung für die Pflege des System zu übertragen, wiederspricht aus unserer Sicht dem Sinn einer zentral administrierten Software.
Vorlagen für Rechner mit verschiedenen Aufgaben
Je nach Arbeitsplatz und Anwendungszweck eines Computers kann es sinnvoll sein, die Einstellungen individuell zu treffen. Daher legten wir uns verschiedene Konfigurationsvorlagen an. Zum Beispiel brauchte ein fester Arbeitsplatz mit Outlook, dessen E-Mail-Virenschutz über den zentralen Mailserver geregelt ist, keinen extra E-Mail-Schutz. Diesen wollten wir exemplarisch deaktivierten und damit auf den Arbeitsplätzen Ressourcen schonen.
So legten wir eine Vorlage "Outlook-Arbeitsplätze" an und entfernten hier den Mail-Schutz für POP3. Zusätzlich schalteten wir bei diesem Profil noch den Silent-Modus an und schützen den Programmzugriff auf die Avast Business Security mit einem Kennwort. Den betroffenen Computern wiesen wir nun die jeweils passende Einstellungsvorlage zu. Damit konfigurierte das Avast Management-System die Clients nach unseren Vorgaben und übernahm die getroffenen Einstellungen.
Aufgabe ohne Startzeit und Wiederholungsintervall
Zum Abschluss unseres Tests widmeten wir uns den Aufgaben. Diese dienen dazu, bestimmte Abläufe zu steuern. Wir klickten auf den gleichnamigen Menüpunkt und fügten über den Button "Aufgabe erstellen" eine neue hinzu. Zu Auswahl standen uns vier Funktionen: "Gerät scannen", "Nachricht an das Gerät senden", "Aktualisierungsdienst" und "System herunterfahren". Diese Aufgaben sind jedoch einmalig, Wiederholungsintervalle fehlen.
Im Test wollten wir alle Geräte scannen lassen. Das ergibt nach ein paar Betriebswochen Sinn. So wählten wir "Gerät scannen" und alle Geräte aus. Danach speicherten wir die Aufgabe. Eine Startzeit gab es leider nicht. Die Aufgabe übernimmt das System sofort und verteilt sie an die entsprechenden Computer. Nach einiger Zeit erhielten wir in der Übersicht der Management-Konsole die Rückmeldung, welche Geräte mit welchem Ergebnis geprüft wurden.
Fazit
Avast for Business ist nach Aussagen des Herstellers die erste und einzige kostenlose Security-Lösung für Unternehmen. Der Malwareschutz lässt sich zentral über eine Webkonsole administrieren – zumindest teilweise. Denn das Browser Cleanup konnten wir nur direkt auf dem Arbeitsplatz durchführen. Die in der Free-Version angebotenen Module Datei-, Mail- und Web-Schutz liefern einen adäquaten Grundschutz für einen Computer. Als freie Version hat uns Avast for Business recht gut gefallen wenngleich einige Schwächen im Funktionsumfang als auch der Umsetzung zu erkennen waren. Die zentrale Web-Administration setzt voraus, dass die geschützten Rechner mit dem Internet verbunden sind. Die Installation des Client im Netzwerk ist manuell sehr gut möglich. Eine MSI-Datei stellt der Hersteller nur gegen die Angabe der vollen Adressdaten zur Verfügung. Die Management-Konsole selbst ist sehr gut strukturiert, übersichtlich und ließ sich intuitiv bedienen.
Seite 1: Übersichtliches Dashboard im Browser
Seite 2: Gründlicher Virenschutz, gemächlicher Web-Schutz
Seite 3: Praktische Vorlagen vereinfachen Administration
dr/ln/Sandro Lucifora
Browser von Unrat befreien
Unter der Kategorie "Werkzeuge" liefert Avast das Modul "Browser-Cleanup". Es entfernt unerwünschte Browser-Add-ons und Toolbars. Eine sinnvolle Funktion, um das Treiben unerwünschter Erweiterungen auf Firmenrechnern Einhalt zu gebieten. Das Tool scannt hierfür die Browser des Arbeitsplatzes auf installierte Toolbars und Add-ons und bietet diese dann zum Löschen an. Leider haben wir keinen Weg gefunden, diesen Scan zentral von der Management-Konsole aus zu starten und auszuwerten. Um die Browser-Bereinigung durchzuführen mussten wir auf dem Arbeitsplatz Avast Business Security starten und auf "Überprüfung" und "Nach Browser-Add-ons scannen" klicken. Der Dialog zeigte uns dann die installierten Add-ons und Toolbars an. Diese sind bei Avast als gut oder schlecht bewertet. In der Grundeinstellung werden Plug-ins mit guter Bewertung ausgeblendet. Schlechte zeigt der Hersteller auf einem roten Hintergrund an. Wie diese Bewertungen zustande kommen, konnten wir auch nach längerer Recherche nicht ermitteln.
Im Test installierten wir neben Java als Plug-in auch noch Toolbars von Yahoo!, Google und den Babylon-Übersetzer. Das letzte Plug-in ist bei Avast schlecht bewertet, weshalb uns die Sicherheitslösung das Deaktivieren oder direkte Entfernen anbot. Ein Klick auf den entsprechenden Button entfernte die unerwünschte Erweiterung. Auch wenn das Entfernen selbst sehr gut funktionierte meinen wir, dass bei einer Business-Lösung das komplette Handling dazu über die Management-Konsole möglich sein sollte. Denn den Programmzugriff zu erlauben und dem Anwender die (Teil-)Verantwortung für die Pflege des System zu übertragen, wiederspricht aus unserer Sicht dem Sinn einer zentral administrierten Software.
Vorlagen für Rechner mit verschiedenen Aufgaben
Je nach Arbeitsplatz und Anwendungszweck eines Computers kann es sinnvoll sein, die Einstellungen individuell zu treffen. Daher legten wir uns verschiedene Konfigurationsvorlagen an. Zum Beispiel brauchte ein fester Arbeitsplatz mit Outlook, dessen E-Mail-Virenschutz über den zentralen Mailserver geregelt ist, keinen extra E-Mail-Schutz. Diesen wollten wir exemplarisch deaktivierten und damit auf den Arbeitsplätzen Ressourcen schonen.
So legten wir eine Vorlage "Outlook-Arbeitsplätze" an und entfernten hier den Mail-Schutz für POP3. Zusätzlich schalteten wir bei diesem Profil noch den Silent-Modus an und schützen den Programmzugriff auf die Avast Business Security mit einem Kennwort. Den betroffenen Computern wiesen wir nun die jeweils passende Einstellungsvorlage zu. Damit konfigurierte das Avast Management-System die Clients nach unseren Vorgaben und übernahm die getroffenen Einstellungen.
Aufgabe ohne Startzeit und Wiederholungsintervall
Zum Abschluss unseres Tests widmeten wir uns den Aufgaben. Diese dienen dazu, bestimmte Abläufe zu steuern. Wir klickten auf den gleichnamigen Menüpunkt und fügten über den Button "Aufgabe erstellen" eine neue hinzu. Zu Auswahl standen uns vier Funktionen: "Gerät scannen", "Nachricht an das Gerät senden", "Aktualisierungsdienst" und "System herunterfahren". Diese Aufgaben sind jedoch einmalig, Wiederholungsintervalle fehlen.
Fazit
Avast for Business ist nach Aussagen des Herstellers die erste und einzige kostenlose Security-Lösung für Unternehmen. Der Malwareschutz lässt sich zentral über eine Webkonsole administrieren – zumindest teilweise. Denn das Browser Cleanup konnten wir nur direkt auf dem Arbeitsplatz durchführen. Die in der Free-Version angebotenen Module Datei-, Mail- und Web-Schutz liefern einen adäquaten Grundschutz für einen Computer. Als freie Version hat uns Avast for Business recht gut gefallen wenngleich einige Schwächen im Funktionsumfang als auch der Umsetzung zu erkennen waren. Die zentrale Web-Administration setzt voraus, dass die geschützten Rechner mit dem Internet verbunden sind. Die Installation des Client im Netzwerk ist manuell sehr gut möglich. Eine MSI-Datei stellt der Hersteller nur gegen die Angabe der vollen Adressdaten zur Verfügung. Die Management-Konsole selbst ist sehr gut strukturiert, übersichtlich und ließ sich intuitiv bedienen.
Seite 1: Übersichtliches Dashboard im Browser
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dr/ln/Sandro Lucifora