Dateiverwaltung mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver in Windows Server 2012 R2 (1)

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Dateiverwaltung mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver in Windows Server 2012 R2 (1)

04.01.2016 - 00:00
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Unternehmen, die mehrere Dateiserver und zahlreiche Freigaben im Einsatz haben und unter Umständen auch noch auf SharePoint setzen, sind auf ein Verwaltungsinstrument angewiesen, das bei der Konfiguration und Überwachung hilft und aktiv eingreifen kann. Microsoft liefert dazu den Rollendienst "Ressourcenmanager für Dateiserver" als Bordmittel in Windows Server 2012 R2. Wir zeigen Ihnen die Möglichkeiten des Verwaltungswerkzeugs und wie Sie dessen richtig einsetzen. Im ersten Teil des Workshops gehen wir auf die Installation, das Anlegen von Datenkontingenten und den Nutzen von Speicherberichten ein.
Mit dem Ressourcen-Manager für Dateiserver (Fileserver Resource Manager, FSRM) organisieren Sie Ihre Dateiserver im Unternehmen. Sie können zum Beispiel Kontingente erstellen, überwachen und durchsetzen, Freigaben auf bestimmte Dateitypen durchsuchen und sperren lassen oder Dateien mit Metadaten und Tags versorgen. Auch in Zusammenarbeit mit SharePoint bieten die Dienste eine wertvolle Hilfe. So besteht die Möglichkeit, Daten auf Dateiservern so vorzubereiten, dass Sie diese problemlos in SharePoint übernehmen können.

Ressourcen-Manager für Dateiserver installieren
Um den Ressourcen-Manager für Dateiserver zu nutzen, installieren Sie ihn zunächst und binden danach die einzelnen Dateiserver an. Die Installation muss als Rollendienst auf einem Dateiserver erfolgen. Verwalten können Sie die Server auch von Arbeitsstationen aus. Dazu installieren Sie zusätzlich die Remoteserververwaltungs-Tools für Windows 8.1 [1].

Fügen Sie also den Ressourcen-Manager für Dateiserver über den Server-Manager hinzu. Dazu starten Sie die Installation über "Verwalten / Rollen und Features hinzufügen". Wählen Sie den Server aus, auf dem Sie den Rollendienst installieren möchten. Sie finden den Rollendienst Ressourcen-Manager für Dateiserver über "Datei-/Speicherdienste / Datei- und iSCSI-Dienste". Nach der Installation starten Sie das Tool am schnellsten durch Eingabe von fsrm.msc auf der Startseite. Sie finden das Verwaltungswerkzeug auch über den Bereich "Tools" im Server-Manager. Sie müssen nach der Installation den Server nicht neu starten, das heißt die Installation kann auch im laufenden Betrieb erfolgen.

Nach der Installation übernimmt der Ressourcen-Manager für Dateiserver zunächst noch keine Aufgaben. Sie müssen dies erst konfigurieren, wenn Sie eine der Funktionen nutzen wollen. Wir zeigen Ihnen nachfolgend die verschiedenen Möglichkeiten und wie Sie diese einrichten. Nach dem Start des Verwaltungsprogramms passen Sie über "Optionen konfigurieren" im Kontextmenü zum Eintrag "Ressourcen-Manager für Dateiserver" zunächst die allgemeinen Einstellungen an. Hier legen Sie zum Beispiel Benachrichtigungen und Berichte zur Nutzung des Servers fest.


Bild 1: Den Ressourcen-Manager für Dateiserver installieren Sie als Rollendienst.

Die E-Mailadressen der Empfänger bestimmen Sie, damit Sie später die konfigurierten Berichte und Warnungen per E-Mail erhalten. Nachdem Sie die Administratoren eingetragen haben, überprüfen Sie mit dem Punkt "Test-E-Mail senden", ob die E-Mail ankommt. Auch den Absender können Sie an dieser Stelle festlegen. Antwortet ein Empfänger auf eine vom Ressourcen-Manager für Dateiserver gesendete E-Mail, erhält der von Ihnen festgelegte Absender die Antwort, nicht der Dateiserver selbst. Die Einstellungen in den Optionen sind jedoch nicht notwendig, damit der Ressourcen-Manager seine Arbeit erledigt. Es erleichtert Ihnen aber die Arbeit, wenn Sie zuvor die einzelnen Optionen durchgehen und an Ihre Bedürfnisse anpassen.

Datenkontingente für Nutzer festlegen
Windows 8.1 und Windows Server 2012 R2 bieten, wie die Vorgängerversionen auch, die Möglichkeit, Datenkontingente für Verzeichnisse und Freigaben festzulegen. Mit diesen Kontingenten steuern Sie, welche Datenmenge Anwender in einzelnen Freigaben speichern dürfen. Kontingente können Sie hart oder weich konfigurieren. Bei harten Kontingenten darf der Benutzer nach der Erreichung des Limits keine Daten mehr in der Freigabe speichern, bei einem weichen Limit erhält er nur eine Benachrichtigung. Der Ressourcen-Manager für Dateiserver ermöglicht die Steuerung dieser Funktion. Sie können mit dem FSRM eine E-Mail an Administratoren und den Benutzer senden, damit dieser rechtzeitig Daten auf seinem Laufwerk löschen kann.

Die Kontingente verwalten Sie über den Bereich "Kontingentverwaltung". Sie können beispielsweise eine Grenze von 200 MByte für einen Ordner festlegen und bestimmen, dass Sie und der Benutzer benachrichtigt werden, wenn 180 MByte Speicherplatz erreicht werden. Für andere Ordner legen Sie ein flexibles Kontingent fest. Erreicht die Gruppe, die den Ordner nutzt, die Speicherbeschränkung, informiert der Server alle Benutzer in der Gruppe per E-Mail, dass das Speicherkontingent temporär auf 520 MByte erweitert wurde, wenn Sie das wollen. Sie können aber auch festlegen, dass nur Sie eine Benachrichtigung erhalten, wenn die Größe eines bestimmten Ordners 2 GByte erreicht, ohne ein hartes Kontingent für den Ordner festzulegen.

    Seite 1: Festlegen von Datenkontingenten
    Seite 2: Kontingentvorlagen nutzen
    Seite 3: Speicherberichte verwalten


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dr/ln/Thomas Joos

[1] www.microsoft.com/de-de/download/details.aspx?id=39296