NIS-2 in der Praxis: BSI lädt zu Experten-Webinaren ein
Seit Dezember 2025 gilt NIS-2 in Deutschland – und damit stehen viele Unternehmen vor neuen Pflichten in der Informationssicherheit. Wie sich Registrierung, Meldepflichten und Risikomanagement konkret umsetzen lassen, erklärt das BSI in zwei kostenfreien Online-Seminaren mit hochkarätiger Expertenrunde.
Seit Dezember 2025 ist die EU-Richtlinie NIS-2 durch die Novelle des BSI-Gesetzes offiziell in deutsches Recht überführt. Damit gelten für zahlreiche Unternehmen und Organisationen hierzulande verschärfte Vorgaben in Sachen Informationssicherheit. Wer betroffen ist, muss sich künftig beim Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik registrieren und steht damit erstmals unter direkter behördlicher Beobachtung, wenn es um den Schutz digitaler Infrastrukturen geht.
Neben der reinen Registrierungspflicht bringt das neue Gesetz zwei weitere zentrale Neuerungen mit sich: Betroffene Organisationen müssen erhebliche Sicherheitsvorfälle künftig zeitnah melden und außerdem geeignete, verhältnismäßige sowie wirksame Risikomanagementmaßnahmen einführen. Diese Maßnahmen müssen nicht nur umgesetzt, sondern auch lückenlos dokumentiert werden – ein Punkt, der in der Praxis für viele Unternehmen noch Klärungsbedarf mit sich bringt, etwa bei der Frage, wie granular einzelne Prozesse tatsächlich festgehalten werden müssen.
Um genau diese offenen Fragen zu beantworten, lädt das BSI zu einer Reihe von Online-Seminaren ein. In einem Expertentrio kommen dabei unterschiedliche Blickwinkel zusammen: ein Cybersicherheitsspezialist, ein auf NIS-2 spezialisierter Jurist sowie ein Fachexperte des BSI selbst. Ziel der Gespräche ist es, die oft sperrig wirkenden gesetzlichen Anforderungen verständlich aufzubereiten und in konkrete Handlungsschritte für den Unternehmensalltag zu übersetzen.
Insgesamt sind zwei Termine geplant. Am 8. Juli 2026 diskutieren von 14 bis 15 Uhr Jonas Schubert von der M&H Group, Dr. Hauke Hansen von der FPS Rechtsanwaltsgesellschaft sowie Fabian Nissing vom BSI über die praktische Umsetzung der neuen Vorgaben. Eine Woche später, am 16. Juli 2026, folgt von 10 bis 11 Uhr ein zweiter Termin mit Dr. Jannik Schumann von der Basec GmbH, erneut Dr. Hauke Hansen sowie wiederum Fabian Nissing als Vertreter des BSI.
Beide Webinare finden über die Plattform GoTo Webinar statt und richten sich an alle Interessierten, unabhängig von Branche oder Unternehmensgröße. Eine Anmeldung ist über die jeweiligen Registrierungslinks möglich, die Teilnahme ist kostenfrei. Angesichts der Tragweite der neuen Regeln dürfte das Interesse an praxisnahen Einordnungen groß sein, zumal viele Organisationen aktuell noch dabei sind, ihre internen Prozesse an die NIS-2-Vorgaben anzupassen.