Buchbesprechung: Docker


 
Autor:Bernd Öggl und Michael Kofler
Verlag:Rheinwerk Computing
Preis:39.9 Euro
ISBN:3836261766

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Container wie etwa Docker erlauben, Dienste in einer abgeschotteten Umgebung zu betreiben und sind dabei auch noch schneller aufgesetzt als ausgewachsene virtuelle Maschinen. Das schafft enorme Vorteile in Testumgebungen sowie beim Deployment von Diensten. Docker ist der Standard in Sachen Container schlechthin und war auch die erste Container-Technologie in dieser Form. Die Community-Edition steht für alle relevanten Plattformen sogar kostenfrei zur Verfügung.

Das Buch "Docker" von Bernd Öggl und Michael Kofler führt die Leser in die Container-Landschaft rund um den Vorreiter ein. Für einen "Kofler" mit 430 Seiten eher dünn, dient das Buch als Einstieg in die Docker-Welt und behandelt von den Grundlagen über passende Werkzeuge bis hin zum Praxiseinsatz alles Relevante. Doch die Leser müssen sich in den ersten zwei Kapiteln nicht vor grauer Theorie fürchten, denn auch hier veranschaulichen Beispiele die dargelegten Aspekte. Zwar verlangt das Buch kein Docker- Grundwissen, doch richtet es sich verständlicherweise an IT-Erfahrene und so steigen die Autoren auch ohne langes Vorgeplänkel ein.

Zum Vorwissen gehört unter anderem der Umgang mit Webservern wie Apache. Im weiteren Verlauf des in drei Teile mit 18 Kapiteln unterteilten Werks erfahren die Leser das Zusammenspiel von Docker mit Komponenten wie dem erwähnten Apache-Server, MySQL, MongoDB oder auch Programmiersprachen wie PHP, JavaScript und Python. Hierfür stellen die Autoren verschiedene Images samt deren Nutzung vor, die die jeweiligen Server oder Applikationen beinhalten. Praktisch: Sämtliche Projektdateien und Codebeispiele stehen im Web zum Download bereit.

Fazit: Docker hat sich als Standard in Sachen Container durchgesetzt und bietet viele Vorteile. Das Buch "Docker" führt die Leser mit zahlreichen Praxisbeispielen zu einer funktionierenden Container-Umgebung. Dabei versuchen die Autoren, ihre Ausführungen möglichst praxisnah zu halten – was bei einem derart technischen Thema keine leichte Aufgabe ist. Die teilweise leicht hölzerne Sprache mit langen Sätzen sorgt dabei nicht immer für ein besseres Verständnis. Leser sollten sich definitiv Zeit nehmen, um das Buch in Ruhe und konzentriert durchzuarbeiten. (Daniel Richey)