Buchbesprechung: IoT at Home


 
Autor:Stephan Hüwe und Peter Hüwe
Verlag:Carl Hanser
Preis:32.9 Euro
ISBN:3446456619

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Für IT-Profis, die gerne selbst basteln, haben die Autoren Stephan und Peter Hüwe ihr 250-sei - tiges Buch "IoT at Home" zusammengestellt. Darin zeigen die Software- Entwickler Wege zur einen IoT-Umgebung auf. Die Grundlage bilden, wie könnte es anders sein, unter anderem die Minirechner Arduino und Raspberry Pi. Wie technisch das Vorhaben einer eigenen IoTUmgebung ausfallen kann, verdeutlicht der Beginn des Buches.

Hier zeigen die Autoren, wie sich eigene Platinen mithilfe sogenannter Breadboards, also Steckbretter, selbst entwerfen und umsetzen lassen. Die Bretter gibt es sowohl physisch als auch virtuell. Die meisten dürften jedoch auf Helfer wie die schon erwähnten Arduino oder Raspberry Pi zurückgreifen, lassen sich diese doch auch flexibel programmieren. Diese beiden und weitere Modelle wie ESP8266 oder Calliope mini beleuchtet das Autorenduo in den nachfolgenden Abschnitten. Dabei verdeutlichen sie für jedes der Modelle die individuellen Vor- und Nachteile sowie mögliche Anwendungsgebiete. Dies hilft Lesern bei der Wahl der passenden Plattform für ihre Ideen.

Ebenfalls löblich: Der Aspekt der Sicherheit findet in einem eigenen Abschnitt gebührend Platz, denn gerade dieser Teilbereich wird gerne im IoT-Umfeld vernachlässigt. Nachdem die Frage der Hardware geklärt wäre, stehen die Programmiersprachen aus. Hier beleuchten die Autoren C in den Varianten C, C++ und Arduino C sowie Python 3, JavaScript mit Node.js sowie grafische Programmiersprachen. Dieser Abschnitt fällt mit etwa einer Buchseite je Sprache allerdings eher dünn aus. Richtig praktisch wird es ab Kapitel 5, denn nun beginnen die diversen Beispielprojekte, mit denen das Autorenteam die Umsetzung eigener IoT-Projekte veranschaulicht. Genannt seien hier eine mobile Temperaturmessung, ein Fitnesstracker oder auch ein smartes Türschloss.

Fazit: In Sachen IoT müssen es nicht immer vorgefertigte Gesamtlösungen sein, die mit fraglicher Sicherheit und überschaubaren Funktionen daherkommen. Im Eigenbau lassen sich deutlich flexiblere und durchdachtere Lösungen entwerfen – entsprechende Programmierkenntnisse und Geduld vorausgesetzt. Programmieren lernen die Leser des Buches "IoT at Home" nicht, vielmehr die Möglichkeiten, die sich in Kombination mit der passenden Hardware hieraus ergeben. (Daniel Richey)