Buchbesprechung: Noch analog oder lebst du schon?


 
Autor:Rolf Drechsler und Jannis Stoppe
Verlag:Springer
Preis:14.99 Euro
ISBN:3658324120

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Wir sind von Technik umgeben, ohne dass wir darüber nachdenken. E-Mail, Messenger, Smartphone, Navi – kaum jemand findet sich noch ohne die vielen digitalen Annehmlichkeiten zurecht. Rolf Drechsler und Jannis Stoppe greifen mit ihrem Noerdman-Comic seit 2018 jede Woche ein aktuelles Technikthema humorvoll auf und werfen nun mit ihrem Buch "Noch analog oder lebst Du schon?" einen selbstkritischen Blick auf unseren techniklastigen Alltag.

So fragen sie zum Beispiel, ob wir überhaupt noch in der Lage sind, die Welt wirklich zu verstehen. Alles wird komplexer, insbesondere die Technologie, sodass es zunehmend Spezialisten und Fachwissen braucht. Dafür wiederum versorgt uns das Internet auf Knopfdruck jederzeit mit beliebigen Informationen – Stichwort: Wissensmanagement.

Natürlich wirken sich diese Veränderungen unmittelbar auf unser Wohlbefinden aus, weshalb die Autoren auch der Frage nachgehen, ob wir uns in einer Welt voller Technik überhaupt noch erholen können. Das ist eine absolut berechtigte Frage, denken wir nur an die ständige Erreichbarkeit, die von uns erwartet wird, und den fast schon zwanghaften Griff zum Smartphone alle fünf Minuten.

Dies verursacht nicht nur eine psychische Abhängigkeit, sondern auch eine gesellschaftliche, wie Drechsler und Stoppe im nächsten Kapitel darlegen. Was tun wir zum Beispiel, wenn plötzlich das Internet weg ist? In insgesamt zehn Kapiteln halten die Autoren ihren Lesern so in Sachen Techniknutzung und -abhängigkeit einen sprichwörtlichen Spiegel vor.

Fazit: Wir hetzen nicht selten durch unseren Alltag, die digitalen Helfer stets an unserer Seite. Das greifen Rolf Drechsler und Jannis Stoppe mit Noerdman auf lustige, aber auch durchaus tiefgründige Art und Weise auf. In ihrem Buch beleuchten sie zehn Aspekte unseres techniklastigen Lebens und stellen den Lesern am Ende jedes Kapitels eine Reihe an Fragen. Mögen diese zunächst trivial klingen, regen sie die Leser doch zum Grübeln an. Zahlreiche Comics untermalen die Themen dabei in humorvoller Art. (Daniel Richey)