Checkmk 2.5 bietet Monitoring und Observability

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Checkmk 2.5 bietet Monitoring und Observability

13.05.2026 - 14:00
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Checkmk veröffentlicht mit Version 2.5 eine grundlegend erweiterte Plattform, die Infrastruktur-Monitoring und Application Observability unter einer Oberfläche vereint. Für IT-Teams, die mit fragmentierten Tools und blinden Flecken kämpfen, könnte das ein ernsthafter Konsolidierungskandidat sein.

Wer hybride IT-Umgebungen betreibt, kennt das Problem: Auf der einen Seite klassische Monitoring-Tools für Server, Netzwerk und Storage, auf der anderen Seite Observability-Plattformen für Microservices und Cloud-native Anwendungen. Dazwischen entsteht eine Lücke, die genau dann zur Falle wird, wenn sich ein Incident über mehrere Ebenen erstreckt. Checkmk will diese Lücke mit Version 2.5 schließen.

Eine Plattform, zwei Welten

Der Kern der neuen Version ist die Integration von Application Observability in das bestehende Infrastruktur-Monitoring. Metriken aus beiden Schichten – von physischen Hosts bis zu verteilten Anwendungen – lassen sich nun in einer gemeinsamen Oberfläche analysieren. Technisch setzt Checkmk dabei auf OpenTelemetry (OTLP) und Prometheus als Datenquellen; ein ClickHouse-Backend sorgt für die nahezu echtzeitfähige Auswertung auch hochkardinaler Metriken.

Die Verknüpfung von Anwendungs- und Infrastrukturdaten geschieht dabei automatisch und ohne zusätzliche Middleware. Steigen etwa die Antwortzeiten einer Anwendung an, können Administratoren direkt prüfen, ob gleichzeitig CPU-, I/O- oder Netzwerkengpässe auf der zugrunde liegenden Infrastruktur vorliegen. Vorkonfigurierte Dashboards auf Basis der RED-Metriken (Rate, Errors, Duration) geben dabei einen schnellen Überblick über den Gesundheitszustand geschäftskritischer Dienste.

Bemerkenswert ist die Reichweite des Ansatzes: Auch Legacy-Applikationen auf Basis von Java oder .NET lassen sich per Auto-Instrumentation einbinden – ohne Änderungen am Quellcode. Ergänzend dazu erweitert OpenTelemetry die Sichtbarkeit auf AWS-, GCP- und Azure-Dienste, die sonst nur über herstellereigene APIs erreichbar wären.

Relay statt Remote-Site

Für segmentierte Netzwerke und Außenstellen bringt Version 2.5 mit Checkmk Relay eine neue Komponente: einen schlanken Container, der lokal gesammelte Monitoring-Daten ausschließlich ausgehend und per mTLS-Verschlüsselung an die zentrale Instanz überträgt. Eingehende Ports oder aufwendige Firewall-Regeln entfallen damit vollständig.

In kleineren Umgebungen kann Checkmk Relay eine vollständige Remote-Site ersetzen und damit den Betriebsaufwand spürbar senken. Für Nutzer der SaaS-Edition Checkmk Cloud erweitert die Komponente zudem das Monitoring auf SNMP-fähige Geräte wie NAS-Systeme oder Drucker – bisher eine Lücke in der Cloud-Variante.

Checkmk Cloud erhält derweil mit "Explain with AI" eine KI-gestützte Analyse von Warnmeldungen. Die Funktion übersetzt technische Alerts in verständliche Fehlerbewertungen und erzeugt gleichzeitig lesbare Vorfallszusammenfassungen für die teamübergreifende Kommunikation und Dokumentation. Gerade in Stresssituationen kann das den Unterschied machen – wenn keine Zeit bleibt, sich tief in Monitoring-Details einzulesen.

Azure, Proxmox und Hyper-V

Version 2.5 bringt auch eine Reihe plattformspezifischer Erweiterungen. Für Microsoft Azure gibt es neue Dashboards mit integrierten Metadaten sowie eine native Einbettung von Azure-Tags in Checkmk-Labels, was die Navigation in Multi-Subscription-Setups deutlich vereinfacht. Der Datenabruf soll dabei um bis zu 60 Prozent schneller werden. Neue spezialisierte Checks für Redis Cache, Cosmos DB und NAT Gateways schließen bisher blinde Flecken in Azure-Umgebungen.

Auf der Virtualisierungsseite vertieft Checkmk die Unterstützung für Proxmox, Hyper-V und Podman. Proxmox-Nutzer können künftig CPU- und Speicher-Overcommitment sowie den Cluster-Zustand über Corosync überwachen. Hyper-V-Umgebungen profitieren von der neuen Sichtbarkeit auf VM-Konfigurationen und Integrationsdienste.