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Cloudprobleme kosten IT-Teams fast 12 Stunden pro Woche
Cloudinfrastrukturen gelten in vielen Unternehmen als fit für KI und neue Workloads – im Alltag verursachen sie dennoch erheblichen Aufwand. Laut einer DE-CIX-Umfrage verbringen IT-Teams im Schnitt 11,5 Stunden pro Woche mit Problemen bei der Cloudkonnektivität. Besonders häufig genannt werden Latenzen, Sicherheitsrisiken und Ausfälle.
Die von DE-CIX beauftragte Studie zeigt damit eine deutliche Diskrepanz zwischen der Einschätzung der eigenen Infrastruktur und dem Aufwand im laufenden Betrieb. 96 Prozent der Teilnehmer halten ihre Netze für Cloud- und KI-Initiativen in den kommenden zwei Jahren für gerüstet. Gleichzeitig gibt knapp die Hälfte an, mehr als zehn Stunden pro Woche mit Problemen bei der Cloudkonnektivität zu verbringen. Als größte Herausforderungen nennen die Befragten Latenzen zwischen Cloudumgebungen mit 28 Prozent, Sicherheitsrisiken einschließlich DDoS-Angriffen mit 27 Prozent sowie Ausfälle und Zuverlässigkeitsprobleme mit 26 Prozent.
Zugleich setzt ein großer Teil der Unternehmen bereits auf direkte Verbindungen zu Cloudanbietern außerhalb des öffentlichen Internets. 61 Prozent nutzen solche privaten Cloudanbindungen, bei denen der Datenverkehr direkt zum Cloudprovider geführt wird; weitere 31 Prozent prüfen deren Einsatz. Bei Unternehmen mit mindestens 1000 Beschäftigten liegt der Anteil laut Umfrage bei 71 Prozent, bei Firmen mit 100 bis 249 Beschäftigten dagegen bei 31 Prozent. DE-CIX wertet die Ergebnisse als Hinweis auf die wachsende Bedeutung solcher Direktverbindungen.
Die Aussagekraft der Befragung ist allerdings geografisch begrenzt: Censuswide befragte Anfang Juli insgesamt etwas mehr als 400 IT- und Infrastrukturentscheider aus Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten, jeweils rund zur Hälfte in Großbritannien und den USA. Deutsche Unternehmen waren nicht Teil der Erhebung.