Download der Woche: OFGB

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Download der Woche: OFGB

21.01.2026 - 07:00
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Windows 11 blendet an immer mehr Stellen Empfehlungen und teils werbliche Inhalte ein – vom Startmenü über den Explorer bis zum Sperrbildschirm. Was Microsoft als Hilfe versteht, empfinden viele Nutzer als störend. Zwar lassen sich viele dieser Einblendungen manuell deaktivieren, die nötigen Schalter sind jedoch über verschiedene Menüs und Registry-Bereiche verteilt. Das Open-Source-Tool OFGB verspricht hier Abhilfe und bündelt die relevanten Einstellungen in einer kompakten Oberfläche.

Mit OFGB (Oh Frick Go Back) steht auf GitHub ein kleines, portables Open-Source-Werkzeug zur Verfügung, das sich gezielt an Nutzer richtet, die Windows 11 von Empfehlungen, Vorschlägen und werblichen Inhalten befreien möchten. Das Tool setzt dabei keine eigenen Systemdienste ein, sondern nimmt gezielte Änderungen an bekannten Windows-Einstellungen und Registry-Schlüsseln vor, die Microsoft für diese Einblendungen nutzt. Betroffen sind unter anderem das Startmenü, der Datei-Explorer, der Sperrbildschirm sowie weitere Oberflächenbereiche von Windows 11.

Der Mehrwert von OFGB liegt weniger in neuen technischen Möglichkeiten als in der Bündelung: Viele der vorgenommenen Anpassungen lassen sich grundsätzlich auch manuell umsetzen – etwa über die Windows-Einstellungen, Gruppenrichtlinien oder direkte Registry-Änderungen. In der Praxis sind diese Optionen jedoch über zahlreiche Menüpunkte verteilt und nicht immer eindeutig dokumentiert. OFGB fasst sie an einer Stelle zusammen und ermöglicht es, störende Inhalte mit wenigen Klicks zu deaktivieren, ohne selbst nach einzelnen Schaltern oder Schlüsselwerten suchen zu müssen.

Das Tool eignet sich damit vor allem für Einzelplatz-Systeme, Testumgebungen oder Admin-Workstations, auf denen keine zentrale Verwaltung über GPOs oder MDM vorgesehen ist. In standardisierten Unternehmensumgebungen sollten solche Anpassungen weiterhin bevorzugt über Richtlinien erfolgen. OFGB ist portabel lauffähig, erfordert keine Installation und setzt lediglich das Microsoft .NET-Framework ab Version 8.0 voraus.