Download der Woche: FOG Project

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Download der Woche: FOG Project

30.09.2026 - 07:00
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Wer Windows-, Linux- oder Mac-Rechner per PXE-Boot übers Netzwerk klonen will, kommt an kommerziellen Suiten selten günstig vorbei. Das Open-Source-Projekt FOG bietet dieselbe Funktionalität kostenlos – inklusive Aufgabenplanung, Softwareverteilung und Hardwareinventar.

Die Open-Source-Software "FOG Project" hat sich auf das Klonen und Verwalten von Netzwerkrechnern spezialisiert und bringt dafür eine eingespielte, seit Jahren aktive Community mit. Der Name steht für "Free Open-source Ghost" und verrät bereits die Herkunft: FOG tritt als schlanker Ersatz für klassische Imaging-Tools wie Norton Ghost an, arbeitet dabei aber komplett netzwerkbasiert über PXE.

Zentrale Deployment-Engine

Ein beliebiger Server, ob physisch oder virtuell, verwandelt sich so in eine zentrale Deployment-Engine für den gesamten Rechnerpark. Windows- und Linux-Systeme lassen sich problemlos klonen und verteilen, auch Intel-basierte Mac-Rechner nimmt FOG ins Programm, wenngleich sich das PXE-Setup auf Apple-Hardware laut Community-Erfahrungen etwas widerspenstiger zeigt als bei den übrigen Plattformen.

Technisch setzt FOG auf eine bewährte Kombination aus TFTP, Apache-Webserver und iPXE, während Partclone die eigentliche Klonarbeit übernimmt. Für Admins zahlt sich das in handfesten Funktionen aus: Ein automatisches Hardware-Inventar erfasst MAC-Adressen, Modelle und Seriennummern, die integrierte Aufgabenplanung erledigt Deployment, Snapshot-Erstellung, Datenträgerlöschung oder Virenscans nach Zeitplan, und über sogenannte Snap-ins spielt FOG im Anschluss an die Installation gleich noch Software und Skripte auf die frisch geklonten Maschinen.

Problemlos skalieren

Bei der Skalierung zieht FOG an Wettbewerbern wie Clonezilla vorbei: Statt einzelner Sitzungen stemmt die Software das gleichzeitige Ausrollen auf hunderte Systeme, und wer mehrere Standorte betreut, steuert die Verteilung bei Bedarf sogar weltweit über einen öffentlichen FOG-Server, unabhängig vom Serverstandort vor Ort.

Läuft der laufende Betrieb einmal nicht rund, verlässt sich FOG ganz auf seine Community statt auf einen kostenpflichtigen Support-Vertrag: Über 30.000 aktive Nutzer tauschen sich im Forum aus, dazu kommen eine ausführliche Dokumentation und der offene Quellcode auf GitHub, in dem sich auch tiefere Anpassungen nachvollziehen lassen. FOG steht unter der GNU GPLv3 und lässt sich damit frei einsetzen, verändern und weiterverteilen.