Download der Woche: Password Safe

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Download der Woche: Password Safe

08.04.2026 - 07:00
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Passwortmanager gelten oft als komfortable All-in-one-Dienste mit Cloudanbindung, Synchronisation und Browserintegration. Doch nicht jeder möchte sensible Zugangsdaten extern speichern. "Password Safe" verfolgt bewusst einen anderen Weg: Das Open-Source-Tool setzt auf eine lokal verschlüsselte Datenbank und verzichtet auf unnötige Zusatzfunktionen – mit Fokus auf lokale Datenhaltung und eine überschaubare Architektur.

Mit steigender Zahl an Accounts wächst auch der Bedarf an sicherer Verwaltung von Zugangsdaten. Wer dabei bewusst auf Clouddienste verzichten möchte, findet in Password Safe einen reduzierten, aber zuverlässigen Passworttresor. Das Open-Source-Tool speichert Zugangsdaten in einer lokal verschlüsselten Datenbank, die durch ein Master-Passwort geschützt ist. Sämtliche Einträge lassen sich strukturiert verwalten und bei Bedarf schnell abrufen. Der Fokus liegt dabei klar auf einer schlanken, nachvollziehbaren Architektur ohne zusätzliche Abhängigkeiten oder Onlineanbindung.

Password Safe wurde unter anderem vom Kryptografie-Experten Bruce Schneier mitentwickelt und richtet sich vor allem an Anwender, die Wert auf Transparenz und Kontrolle über ihre Daten legen. Im Vergleich zu modernen Passwortmanagern verzichtet das Werkzeug bewusst auf umfangreiche Komfortfunktionen wie Cloudsynchronisation oder Browserintegration. Optional lässt sich die Datenbank zusätzlich über einen YubiKey absichern, der als zweiter Faktor beim Zugriff dient. Für mobile Geräte existieren kompatible Apps, die jedoch nicht dem Funktionsumfang der Windows-Version entsprechen und teilweise von anderen Entwicklern gepflegt werden.

Für den mobilen Einsatz ohne Installation bietet das Projekt zudem eine sogenannte Disk-on-Key-Variante, bei der sich Programm und Datenbank gemeinsam etwa auf einem USB-Stick betreiben lassen. Neuere Versionen erweitern den Funktionsumfang außerdem um Anhänge: Dateien wie Zertifikate, Schlüsseldateien oder Recovery-Codes lassen sich direkt einem Eintrag zuordnen und werden verschlüsselt in der Datenbank gespeichert. Das bietet sich insbesondere für kleine, sicherheitskritische Artefakte an, die eng mit einem Zugang verknüpft sind.