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Download der Woche: rsync
Wer große Datenmengen im Netzwerk bewegt, kommt an diesem Klassiker kaum vorbei. Das kostenlose Linux-Tool "rsync" gleicht Dateien blitzschnell ab und überträgt dabei nur, was sich wirklich geändert hat.
Für den professionellen Umgang mit großen Datenmengen im Netzwerk zahlen sich inkrementelle Methoden aus. Das kostenfreie Tool "rsync" vergleicht Zeitstempel und Dateigröße und sorgt so für einen effizienten Filetransfer sowie eine optimale Synchronisation. Dahinter steckt der namensgebende "rsync-Algorithmus": Er identifiziert die Unterschiede zwischen zwei Dateiversionen und schickt ausschließlich diese Differenzen über die Leitung, statt jedes Mal komplette Dateien zu übertragen. Das spart bei großen Verzeichnisbäumen spürbar Zeit und Bandbreite.
Das Tool bringt ganze Directory-Strukturen und Filesysteme auf den neuesten Stand und bewahrt dabei auf Wunsch Symlinks, Hardlinks, Eigentumsrechte, Zugriffsrechte, Gerätedateien und Zeitstempel. Eine interne Pipeline-Technologie reduziert die Latenzzeit beim gleichzeitigen Transfer mehrerer Dateien. Für den Datentransport stehen rsh, ssh oder direkte Sockets zur Wahl, zusätzlich unterstützt rsync anonyme Verbindungen und eignet sich damit auch fürs Mirroring von Repositories. Die Installation erfordert keine besonderen Rechte.
Aktuell lohnt sich für Administratoren ein genauer Blick auf die Versionshistorie: Version 3.4.3 schloss gleich sechs Sicherheitslücken, von denen zwei ohne besondere Serverkonfiguration ausnutzbar waren. Der Patch brachte jedoch Regressionen mit sich, die Entwickler Andrew Tridgell am 8. Juni 2026 mit Version 3.4.4 korrigierte. Wer noch eine ältere Version einsetzt, sollte zeitnah auf 3.4.4 aktualisieren, um sowohl von den Sicherheitskorrekturen als auch von der Fehlerbereinigung zu profitieren.