Burp

Viele Admins kennen das: Die Konfiguration klassischer Backup-Lösungen wie Bacula ist oft unnötig komplex und nicht ideal für moderne Anforderungen. Wer stattdessen ein schlankes, quelloffenes Tool für die Datensicherung über das Netzwerk sucht, wird bei Burp (BackUp and Restore Program) fündig. Die Software setzt auf eine Server-Client-Architektur, bei der der Server unter Linux läuft, während Clients auf Windows, macOS und Linux unterstützt werden – inklusive Volume Shadow Copy Service für konsistente Windows-Backups.

Besonderes Augenmerk legt Burp auf Effizienz: Um Bandbreite und Speicherplatz zu sparen, nutzt das Tool inkrementelle Sicherungen per librsync, Datenkompression (zlib) und Deduplizierung. Unterbrochene Backups lassen sich nahtlos fortsetzen, die Kommunikation zwischen Server und Clients erfolgt vollständig verschlüsselt per SSL. Flexible Zeitpläne, differenzierte Aufbewahrungsrichtlinien und Benachrichtigungen per E-Mail sorgen für Übersicht und Automatisierung im Sicherungsalltag.

Bislang stand Admins zur Überwachung nur ein ncurses-basierter Textmonitor zur Verfügung – funktional, aber nicht gerade bequem. Abhilfe schafft Burp-UI, ein Web-Frontend von Entwickler Benjamin Sans. Es bietet nicht nur eine Live-Anzeige laufender Backups, sondern auch visuelle Auswertungen, Baumansichten einzelner Sicherungen und zentrale Berichte über den Gesamtstatus. Die Weboberfläche steht unter git.ziirish.me/ziirish/burp-ui zum Download bereit.

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Kategorie
Autor
Graham Keeling
Softwarelizenz
Dateigröße
4.92MB
Sprache