Kommerzielle Deployment-Suiten kosten oft pro Lizenz – und das bei jedem einzelnen Rechner im Netz. Das FOG Project zeigt, dass es auch ohne diese Rechnung geht, ganz ohne Abstriche bei der Funktionsvielfalt.
Hinter FOG Project steckt eine Open-Source-Plattform fürs Klonen und Verwalten vernetzter Computer, getragen von einer Community, die das Projekt seit Jahren am Leben hält. Der Name geht auf "Free Open-source Ghost" zurück und ersetzt damit klassische Imaging-Werkzeuge wie Norton Ghost, arbeitet aber rein netzwerkbasiert über PXE-Boot, TFTP, Apache und iPXE, während Partclone das eigentliche Klonen der Datenträger übernimmt.
Aus einem einzigen Server, physisch oder virtuell, wird so die Steuerzentrale für den kompletten Gerätepark: Windows-Rechner und diverse Linux-Distributionen lassen sich ebenso bespielen wie Intel-basierte Macs, wobei Letztere beim PXE-Setup laut Forum-Erfahrungen etwas mehr Geduld verlangen. Ein automatisiertes Inventar protokolliert MAC-Adressen, Gerätemodelle und Seriennummern selbstständig, die eingebaute Aufgabenplanung wickelt Deployments, Datenträgerlöschungen, Virenscans oder Image-Erstellung nach Zeitplan ab, und über Snap-ins spielt FOG direkt im Anschluss noch Programme und Skripte mit auf.
Bei der schieren Masse gleichzeitiger Rollouts spielt FOG seine Stärken gegenüber Alternativen wie Clonezilla voll aus: Statt einzelner Klon-Sessions stemmt die Software das parallele Ausrollen auf hunderte Endgeräte, und Admins mit mehreren Standorten greifen bei Bedarf sogar über einen öffentlichen FOG-Server weltweit auf ihre Systeme zu, unabhängig vom physischen Serverstandort. Eine kostenpflichtige Support-Hotline fehlt zwar, dafür wartet eine schlagkräftige Community: Mehr als 30.000 registrierte Nutzer tauschen sich im offiziellen Forum aus, ergänzt durch ausführliche Dokumentation und den frei einsehbaren Quellcode auf GitHub. Lizenziert unter der GNU GPLv3, lässt sich FOG uneingeschränkt einsetzen, anpassen und weiterverbreiten.