Schatten-IT und Bandbreitenfresser hinterlassen Spuren – doch ohne das richtige Werkzeug bleiben sie unsichtbar. pmacct bringt Licht ins Dunkel: Die aktiv gepflegte Open-Source-Suite analysiert Netzwerkverkehr auf Basis von NetFlow v5 und v9, IPFIX und sFlow und fügt sich dabei in nahezu jede bestehende Monitoring-Infrastruktur ein. Das Tool setzt auf eine modulare Architektur mit mehreren spezialisierten Daemons. pmacctd greift per libpcap direkt auf eine Netzwerkschnittstelle zu und eignet sich damit überall dort, wo Router oder Switches keine eigenen Flow-Export-Funktionen mitbringen.
nfacctd und sfacctd übernehmen die Rolle des Collectors und verarbeiten eingehende NetFlow- beziehungsweise sFlow-Daten aus dem restlichen Netzwerk. Ungewöhnliche Verbindungen, übermäßiger Datenverbrauch einzelner Prozesse oder unautorisierter Container-Traffic fallen so schnell ins Auge. Für die Weiterverarbeitung der Flow-Daten bietet pmacct eine breite Auswahl: MySQL, PostgreSQL und SQLite stehen ebenso als Ziel bereit wie Message-Broker à la Kafka oder RabbitMQ. Wer schnell starten möchte, greift auf Debian-basierten Systemen zu apt install pmacct – ein erstes funktionsfähiges Setup mit pmacctd steht danach in wenigen Minuten.