Fachartikel

Scale-Out-Objektspeicher für KMUs im Praxiseinsatz

Durch die zunehmende Digitalisierung ist die Datenmenge enorm angestiegen – und das nicht nur bei großen Unternehmen, sondern auch im Mittelstand. Eine der Hauptanforderungen an moderne Speicherstrukturen ist insbesondere, dass der ständig steigende Kapazitätsbedarf gedeckt ist und sich die Speicherkapazitäten im Bedarfsfall schnell erweitern lassen. Wie unser Anwenderbericht zeigt, können Scale-Out-Technologie hier Abhilfe schaffen.
Ohne Limit? Gerade die schnelle Erweiterbarkeit von Speicherkapazität ist heute mehr denn je gefragt.
Insbesondere Mittelständler sehen sich heute gleich mehreren Problemen gegenüber: steigende Komplexität durch immer mehr Speicherkomponenten, die Notwendigkeit, ausreichend Speicherplatz bereithalten zu müssen, sowie Kosten verbunden mit hohem Verwaltungsaufwand. Auch der IT-Spezialist Hoßdorf & Weber GmbH aus dem sauerländischen Altena stand Anfang 2017 vor der Aufgabe, den ständig steigenden Speicherbedarf für seine eigenen und für die Daten seiner Kunden zu bewältigen. "Wir suchten damals eine Lösung mit modernster Speichertechnologie, die skalierbar und objektbasiert ist und sowohl für Backup als auch für die Datenauslagerung geeignet ist", erklärt Alexander Hoßdorf, Geschäftsführer der Firma.

In der Vergangenheit hatte sein Unternehmen bereits gute Erfahrung mit dem Scale-Out-NAS des Unternehmens Exablox gemacht. Diese Lösung bietet nicht nur Scale-Out-Technologie, sondern arbeitet zudem objektbasiert. Anfang 2017 wurde Exablox vom Backup- und Recovery-Anbieter StorageCraft übernommen, der das Produkt in sein Portfolio integrierte und seitdem unter dem Namen OneBlox vermarktet. "Durch die Übernahme hatten die Plattform wieder auf dem Schirm und haben damit auch gleich die passende Lösung für unsere Vorhaben gefunden", so Hoßdorf. "Im Vergleich zu anderen Anbietern schnitt die Lösung hinsichtlich der Skalierbarkeit und des Leistungsumfangs am besten ab. Zudem gefielen uns die vielen Inklusiv-Features und das einfache und transparente Lizenzmodell."
Vorteile von Scale-Out-Architekturen
Bei einer hochskalierbaren Scale-Out-Architektur ist es wesentlich einfacher, zusätzlichen Speicher auch über mehrere Standorte hinzuzufügen und diese zu verwalten, da das Gesamtsystem als eine Einheit zu verwalten ist. Ein weiterer Vorteil liegt in der Skalierbarkeit des Speichersystems. Je mehr Systeme hinzugefügt werden, desto mehr Kapazität steht automatisch zur Verfügung. Diese Struktur löst die Probleme jener Unternehmen, die wachsen und nicht unnötig in Vorleistung gehen möchten, um den Speicherbedarf ihrer Organisation für die nächsten Jahre bereits im Voraus zuzuweisen. Wirkliches "Pay-as-you-grow" ist der wesentliche Vorteil von Scale-Out-Technologien.

"Kombiniert man diese Architektur mit objektbasiertem Speicher und fügt dem Speichersystem intelligente Funktionalität hinzu, verfügt man über zusätzliche Funktionen wie Kompression, Deduplizierung, Replizierung und Verschlüsselung. Das führt zu einem Ergebnis, das tatsächlich viele Vorteile gegenüber anderen NAS-Ansätzen bietet", erklärt Hoßdorf. Objektbasiert heißt in diesem Fall, dass das System die Daten als Objekte speichert und nicht blockbasiert arbeitet. Stattdessen kennzeichnet es jedes Objekt mit seiner eignen ID. Danach speichert das System jedes Objekt dreimal ab und verteilt die drei Kopien auf verschiedene Festplatten.

Fällt eine Festplatte aus, sind sämtliche Objekte einer Datei immer noch in mindestens zweifacher Ausführung vorhanden. Das System erstellt die fehlenden Objekte automatisch neu und verteilt sie erneut auf den verbliebenen Festplatten oder SSDs. Dabei nutzt das System einen Ring-Ansatz. Ein Ring ist die logische Zusammenfassung von mehreren physischen Nodes. Einzelne NFS- oder CIFS-Shares werden pro Ring konfiguriert. Die Skalierbarkeit von zur Zeit bis zu sieben physischen Einheiten zu einer logischen Einheit erlaubt eine Raw Capacity von 672 TByte pro Ring.

Durch das Prinzip des objektbasierten Speichers sind Austausch und Erweiterung von Hardware komplett transparent und einfach – ein entscheidendes Kriterium für meist unterbesetzte IT-Abteilungen in mittelständischen Unternehmen. Die Objekte werden einfach im Hintergrund auf die neuen Nodes übertragen und automatisch über diese verteilt.



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28.11.2018/ln/Florian Malecki, International Product Marketing Director bei StorageCraft

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