Stilvoll und sicher Verreisen

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Stilvoll und sicher Verreisen

25.07.2026 - 07:00
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Die Koffer sind gepackt, der Sommerurlaub ruft, und irgendwo zwischen Sonnencreme und Steckdosenadapter liegt auch der Reisepass bereit. Mit dieser Hülle im Design einer bekannten interstellaren Weltraumflotte reist der Ausweis diesen Sommer nicht nur sicher, sondern auch mit deutlich mehr Stil.

Seit 2005 steckt in deutschen Reisepässen ein RFID-Chip, der biometrische Daten, Passnummer, Geburtsdatum und ein digitales Passfoto speichert. Ein vollständig ungeschütztes Auslesen im Vorbeigehen verhindert dabei die "Basic Access Control": Ein Lesegerät muss zunächst die maschinenlesbare Zone auf der Passseite optisch erfassen, erst daraus errechnet sich der Schlüssel für die Funkverbindung.

Ganz ohne Restrisiko bleibt die Sache trotzdem nicht: Sicherheitsforscher zeigten schon 2007, dass sich eine mitgeschnittene, bereits laufende BAC-Kommunikation, etwa während einer Passkontrolle, innerhalb weniger Stunden entschlüsseln lässt, weil die tatsächliche Schlüsselstärke unter den theoretischen 56 Bit liegt. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik selbst räumt eine Abhörreichweite von unter Idealbedingungen bis zu 10 Metern ein, wenn auch nur zum passiven Mitschneiden eines bereits laufenden, legitimen Auslesevorgangs.

An diesem Punkt setzt die Passhülle "United Federation of Planets" an: Eine eingearbeitete Materialschicht schirmt elektromagnetische Wellen im relevanten Frequenzbereich ab, ähnlich einem Faradayschen Käfig im Kleinformat, und unterbindet damit jede Funkkommunikation mit dem Chip, solange der Pass in der geschlossenen Hülle steckt.

Klappt man die Hülle für den offiziellen Lesevorgang auf, etwa an der Grenzkontrolle, bleibt der Pass weiterhin von der Materialschicht an Rückseite und Rändern umgeben. Streufelder, die seitlich oder nach hinten abgestrahlt werden, dürfte die Hülle dabei zumindest teilweise dämpfen, während die direkte Kopplung zum Lesegerät für den offiziellen Vorgang erhalten bleibt. Für alle, die auf Nummer sicher gehen wollen – auch was möglicherweise noch unbekannte oder künftige Schwachstellen in der RFID-Kommunikation angeht – bietet die Hülle zumindest einen gewissen Zusatzschutz.

Darüber hinaus schützt das robuste Kunstleder den Pass vor Abnutzung, zusätzliche Fächer nehmen Kreditkarten oder Bordkarten auf, und ein elastisches Band hält alle Dokumente sicher zusammen, praktisch, wenn am Gate mal wieder alles schnell gehen muss. Optisch kommt die Hülle im kräftigen Blau der bekannten Weltraumflotte daher und macht den Pass zum Blickfang für Science-Fiction-Fans.