Infomaniak rüstet Public Cloud auf
Der Cloudanbieter Infomaniak erweitert seine souveräne Public Cloud um ein Portfolio an Managed-Cloud-Services und adressiert damit gezielt Unternehmen, die bestehende Workloads von AWS oder Azure migrieren möchten. Neu im Angebot sind unter anderem Managed Kubernetes, Managed Datenbanken, GPU-Instanzen sowie integrierte KI-Services. Die gesamte Plattform wird in der Schweiz entwickelt, betrieben und kontrolliert und basiert auf offenen, standardisierten Technologien.
Technisch baut Infomaniak seine bislang auf OpenStack ausgerichtete Infrastruktur um eigene Software-Layer aus. Darüber stellt der Anbieter höherwertige Clouddienste bereit, die sich über API, Terraform oder die Weboberfläche verwalten lassen. Kubernetes-as-a-Service übernimmt Aufbau, Hochverfügbarkeit, Sicherheit und Updates der Cluster, inklusive unterbrechungsfreier Rolling Updates. Eine geteilte Variante ohne Kosten richtet sich an Testszenarien, während dedizierte Cluster mit SLA mehrere Control-Plane-Instanzen unterstützen. Die Rechenressourcen verbleiben auf den Worker-Nodes des Nutzers und lassen sich automatisch skalieren.
Mit Database-as-a-Service stellt Infomaniak vorkonfigurierte Datenbank-Cluster bereit, die Replikation, Backups, Wartung und Updates automatisiert abdecken. Die Datenbanken verteilen sich über mehrere Verfügbarkeitszonen und unterstützen konfigurierbare Backups, Point-in-Time-Recovery sowie eine dynamische Skalierung von Kapazität und Instanzen.
Managed-Cloud-Funktionen auf Basis offener Standards
Für rechenintensive Workloads ergänzt Infomaniak das Angebot um GPU-Instanzen mit direktem Pass-through-Zugriff. Unterstützt werden unter anderem NVIDIA L4, T4, A2, A100 und L40S. Die GPUs lassen sich sowohl in Kubernetes-Umgebungen als auch in klassischen Cloudinstanzen einsetzen und bilden die Grundlage für KI-, Analyse- und HPC-Szenarien. Ergänzend stellt Infomaniak KI-Dienste über eine OpenAI-kompatible API bereit, die Open-Source-Modelle in der Schweiz ausführen und sich in bestehende Anwendungen integrieren lassen.
Die Architektur ist laut Anbieter so ausgelegt, dass sich bestehende AWS- oder Azure-Umgebungen schrittweise und reversibel migrieren lassen. DevOps-Workflows, Automatisierung und Sicherheitsmechanismen bleiben dabei gemäß Infomaniak erhalten. Sämtliche Dienste laufen in energieeffizienten schweizer Rechenzentren, die vollständig mit erneuerbaren Energien betrieben werden und Abwärme in Fernwärmenetze einspeisen.