Intra2net rüstet VPNs gegen die Quantenära

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Intra2net rüstet VPNs gegen die Quantenära

15.06.2026 - 14:38
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Mit Version 7.1 seines Security Gateway erweitert Intra2net die VPN-Funktionen um Post-Quanten-Kryptografie. Die neue Firewallversion kombiniert das IKEv2-Protokoll mit quantensicheren Pre-Shared Keys gemäß RFC 8784 und soll Unternehmen vor dem Risiko schützen, dass heute abgefangene verschlüsselte Daten künftig durch Quantencomputer entschlüsselt werden können.

Im Mittelpunkt von Release 7.1 des Intra2net Security Gateway steht der Schutz vor sogenannten "Harvest now, Decrypt later"-Angriffen. Dabei zeichnen Angreifer verschlüsselte Datenströme auf, um sie zu einem späteren Zeitpunkt mit leistungsfähigen Quantencomputern zu entschlüsseln. Der Anbieter will diesem Szenario durch die Unterstützung von IKEv2 in Verbindung mit Post-Quantum Pre-Shared Keys begegnen. Ergänzend integriert die neue Version moderne Kryptoverfahren wie AES-256-GCM, ChaCha20-Poly1305 und Curve25519. Zudem aktualisiert der Hersteller die VPN-Komponente strongSwan auf Version 6.

Darüber hinaus soll die Einrichtung von IPsec-VPNs einfacher werden. Neue Verbindungen für Android, iOS und Windows greifen laut Hersteller automatisch auf ein vordefiniertes IKEv2-Standardprofil zurück. Die vereinfachten Konfigurationsabläufe sollen den Administrationsaufwand reduzieren und den Aufbau sicherer VPN-Verbindungen beschleunigen.

Nach Angaben von Intra2net reagiert das Unternehmen damit auch auf künftige regulatorische Anforderungen. Das BSI empfiehlt bereits heute, klassische asymmetrische Verschlüsselungsverfahren für besonders schützenswerte Daten schrittweise abzulösen. Security Gateway 7.1 ist ab sofort verfügbar. Eine Lizenz für zehn Benutzer inklusive zwölf Monaten Software-Wartung kostet 330 Euro.