Kosten und Emissionen mit Refurbished-Hardware senken

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Kosten und Emissionen mit Refurbished-Hardware senken

10.08.2026 - 07:00
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Bis zu 50 Prozent Kostenersparnis, bis zu 80 Prozent weniger CO2, und trotzdem zögern sieben von zehn Unternehmen noch immer beim Einstieg: Im aktuellen IT-Administrator-Interview erklären zwei Marktexperten, warum sich das gerade ändert und was Beschaffungsverantwortliche jetzt konkret tun sollten.

Im neuen IT-Administrator-Interview sprechen wir mit Thomas Gros, CEO des Refurbished-Anbieters Circulee, und Christian Brakensiek, Executive Vice President Sales Central Europe bei CHG Meridian, über den wachsenden B2B-Markt für generalüberholte Hardware. Gemeinsam ordnen die beiden ein, warum volatile Lieferketten, steigender Kapitaleffizienzdruck und schärfere ESG-Vorgaben immer mehr Unternehmen dazu bringen, IT-Hardware nicht mehr als reines Investitionsgut, sondern als nutzungsbasierten Service zu betrachten.

Geräte in großen Stückzahlen

Besonders aufschlussreich: Circulee und CHG Meridian können inzwischen gemeinsam bis zu 10.000 Geräte gleichzeitig für Großunternehmen bereitstellen, ein Volumen, das laut den Gesprächspartnern erst durch ein hochprofessionalisiertes Rücklauf- und Testzentrum sowie standardisierte Grading-Prozesse möglich wurde.

Konkrete Zahlen liefert das Video ebenfalls: Im Total-Cost-of-Ownership-Vergleich zum Neugerät sparen Unternehmen je nach Gerätetyp zwischen 20 und 50 Prozent, bei Laptops und Desktops liegt die Ersparnis meist am oberen Ende dieser Spanne. Noch deutlicher fällt der Klimaeffekt aus: Da rund 70 Prozent der CO2-Emissionen eines Geräts bereits in der Produktion entstehen, lassen sich durch den Verzicht auf Neuware 60 bis 80 Prozent CO2 einsparen, Werte, die beide Unternehmen ihren Kunden auch als CO2-Reports zur Verfügung stellen.

Als neues Produkt stellen die Gesprächspartner zudem gebrauchte Leasing-Bundles inklusive Mobilfunkvertrag vor, nach eigener Aussage die erste Lösung am Markt, die generalüberholte Endgeräte, Konnektivität und Service in einem Enterprise-tauglichen Gesamtpaket kombiniert.

Zunehmende regulatorische Anforderungen

Einen Blick auf die regulatorischen Rahmenbedingungen wirft das Gespräch ebenfalls: Frankreich schreibt dem öffentlichen Sektor bereits eine Refurbished-Quote von 20 Prozent vor, ein Modell, das laut den Interviewpartnern auch in den Niederlanden diskutiert wird und mittelfristig Signalwirkung für Deutschland entfalten könnte. Trotz eines Marktvolumens von rund 300 Milliarden US-Dollar weltweit, ein Drittel davon in Europa, hätten sich laut Gros bislang sieben von zehn Unternehmen noch nie ernsthaft mit dem Thema befasst.

Zum Abschluss geben beide Experten konkrete Handlungsempfehlungen für IT-Leiter und Beschaffungsmanager: eine strukturierte Bestandsaufnahme des eigenen Reifegrads, eine nüchterne TCO-Betrachtung sowie eine Diskussion entlang konkreter Use Cases statt emotionaler Grundsatzdebatten. Jetzt reinschauen und abonnieren.