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KI-Traffic wächst deutlich schneller als menschlicher Datenverkehr
Der von KI-Systemen erzeugte Internetverkehr wächst deutlich schneller als der Datenverkehr menschlicher Nutzer. Das geht aus einer aktuellen Analyse von Fastly hervor, die den Datenverkehr auf einem globalen Netzwerk für Content Delivery und Clouddienste zwischen Januar und Mai 2026 untersucht hat. Demnach nahm das Volumen der KI-Anfragen im betrachteten Zeitraum um rund 30 Prozent zu und wuchs damit etwa 6,5-mal schneller als der klassische Web-Traffic.
Die Untersuchung von Fastly zeigt weiterhin, dass maschineller Datenverkehr inzwischen weit über herkömmliche Bots hinausgeht. Neben KI-Crawlern, die Inhalte für das Training und die Aktualisierung von Modellen erfassen, gewinnen sogenannte KI-Fetcher an Bedeutung. Diese rufen Informationen in Echtzeit für KI-Assistenten und agentische Anwendungen ab, um Fragen zu beantworten, Informationen zu vergleichen oder Aufgaben im Auftrag von Nutzern auszuführen.
Beide Arten von KI-Anfragen unterscheiden sich deutlich von klassischen Nutzerzugriffen. So erforderten im Mai 2026 mehr als die Hälfte aller KI-Anfragen einen direkten Zugriff auf Ursprungssysteme, während dies bei weniger als neun Prozent der menschlichen Anfragen der Fall gewesen sei. Dadurch können KI-Systeme Backend-Infrastrukturen deutlich stärker beanspruchen als herkömmlicher Webtraffic.
Für IT-Verantwortliche entwickelt sich KI-Traffic damit zunehmend zu einem eigenen Planungs- und Steuerungsfaktor. Neben klassischen Fragen der Sicherheit und Lastverteilung gewinnen Transparenz und Kontrolle über automatisierte Zugriffe an Bedeutung. Unternehmen müssen entscheiden, welche KI-Dienste auf Inhalte, Anwendungen und APIs zugreifen dürfen und wie sich diese Zugriffe auf Infrastruktur, Performance und Sichtbarkeit in KI-gestützten Diensten auswirken.