FOIRL

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Fiber Optic Inter-Repeater Link

IEEE-Standard für die Übertragung von Daten über Glasfaserkabel (fiber optic) mit 10 MBit/s und Frame-Format und Zugriffsmethode gemäß IEEE 802.3.

Um ein Ethernet-LAN über ein Segment hinaus ausdehnen zu können, werden Repeater oder Remote-Repeater verwendet. Remote-Repeater bestehen aus zwei Einheiten, die über ein Link-Segment verbunden werden. FOIRL standardisiert ein optisches Link-Segment zwischen zwei Remote-Repeatern.

Das FOIRL-Interface arbeitet mit einer typischen Wellenlänge von 850 nm duplex über Lichtwellenleiter. Es gibt Produkte für verschiede Typen von Lichtwellenleitern.

Die Dämpfung eines optischen Link-Segments sollte höchstens 7 dB betragen. Die Fähigkeit, mit Lichtwellenleitern größere Entfernungen überbrücken zu können, beseitigt nicht die Einschränkungen, die durch die Definition maximaler Signallaufzeiten für Ethernet gegeben sind. So darf die Gesamtverzögerungszeit aller optischen Link-Segmente von einem Pfad zwischen zwei Ethernet-Stationen 5,14 Mikrosekunden nicht übersteigen. Die zulässige Entfernung für das optische Link-Segment ist abhängig von der Anzahl der LAN-Segmente und Repeater. Besteht der Übertragungsweg aus fünf LAN-Segmenten mit vier Repeatern, wobei zwei optische Link-Segmente verwendet werden, dann beträgt die zulässige Entfernung pro Link-Segment 500 m. Bei vier LAN-Segmenten und drei Repeatern können die FOIRL-Segmente 1000 m lang sein.

Da Licht mit der derzeitigen Anschlusstechnik in einer Glasfaser nur in eine Richtung übertragen werden kann, besteht ein optisches Link-Segment aus zwei Fasern, je eine pro Richtung.

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