Frame Tagging

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Variante des Informationsaustausches von Layer-2-Switches bei der Implementation von VLANs. Dabei wird jedem MAC-Datenpaket ein kurzes Datenfeld (Tag) vorangestellt. Das Tag beschreibt, zu welchem virtuellen Netz das Paket gehört. Damit entfällt der umständliche Austausch von Adresstabellen (siehe VLAN). Allerdings generiert auch dieses Verfahren einen erheblichen Overhead, da jedes Datenpaket um Synchronisationsinformationen erweitert werden muss. Probleme können auch entstehen, wenn durch Hinzufügen des Tags die maximal zulässige MAC-Paketlänge überschritten wird. Das Paket würde dann als fehlerhaft erkannt und verworfen. Dieses Problem wurde lange Zeit nur herstellerspezifisch gelöst, was nicht gerade zur Verbreitung von VLANs beitrug. Inzwischen hat man aber in IEEE 802.1Q eine Lösung genormt.

Eine Variante des Frame Taggings benutzt kein zusätzliches Feld, sondern wertet statt dessen zur Gruppierung in VLANs andere Protokollinformationen aus. So können mit einigen Switches virtuelle LANs mit Hilfe von Subnetzadressen oder Protokolltypen gebildet werden. Dies ermöglicht z.B. auch das Zusammenfassen von nicht routbaren Protokollen wie NetBIOS und LAT zu VLANs. Der Nachteil dieser Switches ist allerdings wieder, dass sie sehr leistungsfähig (und damit teuer) sein müssen und vom Administrator umfangreiche Protokollkenntnisse verlangt werden.

Aktuelle Beiträge

BlueMind 5.7 erneuert Monitoring und Server-Stack

BlueMind hat seine gleichnamige Open-Source-Mail- und Collaboration-Plattform mit Version 5.7 technisch überarbeitet. Administratoren erhalten mit "Supervision" eine neue Monitoring-Anwendung auf Basis von Grafana, Alloy und Mimir. Zudem ersetzt Valkey künftig KeyDB. Weitere Neuerungen betreffen die LLM-Anbindung, Videokonferenzen und die Outlook-Integration.

EDR und XDR: Was MITRE-ATT&CK-Tests wirklich aussagen

EDR- und XDR-Produkte werden häufig mit hohen Erkennungsraten aus MITRE-ATT&CK-Evaluierungen beworben. Doch die Tests liefern keine Noten oder Ranglisten, sondern dokumentieren, wie Produkte einzelne Angriffsschritte erkennen. Für die Auswahl zählt deshalb, wie die Ergebnisse zustande kommen, welche Rolle Nachjustierungen und Fehlalarme spielen und wo ihre Aussagekraft im Betrieb endet.