Lastverteilung

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Bei hochfrequentierten Server-Anwendungen kann der Application-Server leicht zum Flaschenhals werden. Daher bieten viele Produkte die Möglichkeit, eine statische oder dynamische Lastverteilung vorzunehmen. Im einfachsten Fall lassen sich mehrere Instanzen des Servers auf einem Rechner starten. Leistungsfähigere Varianten erlauben dagegen die Verteilung dieser Instanzen auf mehrere Rechner, die sich nach außen hin aber wie ein Application-Server verhalten. Dabei reicht es nicht immer, die hereinkommenden Requests einfach per Round-Robin auf die Server zu verteilen. Application-Server können auch Anwendungen mit Benutzer-Sessions fahren. In diesem Fall ist es günstig, wenn Requests, die aus der gleichen Session stammen, wieder an den gleichen Application-Server weitergeleitet werden. Load-Balancer müssen dazu wissen, wo die Session-Information im Request kodiert ist und müssen auch mit SSL-Sessions umgehen können. Außerdem sollten sie den Belastungszustand der Server kennen, um neue Sessions, den am wenigsten belasteten Servern zuordnen zu können. Man unterscheidet zwischen Content Switching und Content Routing.

Lastverteilung findet jedoch nicht nur in Anwendungen statt. Sie wird generell angewendet, um Netzwerkressourcen optimal auszunutzen. So enthalten viele Routing-Algorithmen Metriken zur Lastverteilung von Netzwerkverkehr. Siehe auch Traffic Shaping.

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