Registration Data Access Protocol

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Das Registration Data Access Protocol (RDAP) ist ein von der IETF in den RFCs 7480-7484 definiertes Protokoll für den Zugriff auf Daten von Internet-Registraren. Es hat bis zum August 2019 weitgehend die Nachfolge von whois angetreten, welches nicht mehr aktuellen technischen und datenschutzrechtlichen Anforderungen entsprach. RDAP-Server erwarten Anfragen über ein REST-API per HTTP oder HTTPS. Auf diese Weise lässt sich RDAP leichter für neue Anforderungen erweitern. Die Anworten liefert RDAP als JSON-Dokument. Dadurch können ja nach Anmelde- und Berechtigungsstatus des Anfragenden unterschiedliche Informationen zurückgegeben werden. Auf welche Daten wer zugreifen darf, wird zwischen ICANN und Domain-Registraren immer wieder diskutiert, aber RDAP erlaubt zumindest die flexible Anpassungen an den politischen Diskussionsstand.

Damit ein RDAP-Client RDAP-Server ansprechen kann, muss er wissen unter welchen Domainnamen sie zu erreichen sind. Daher betreibt die IANA einen Webservice unter "https://data.iana.org/rdap/<objecttyp>.json". Da eine solche mehrstufige Abfrage mühsam ist, bieten aber auch einige Internet-Registrare Bootstrapserver an, welche die Weiterleitung zu den gesuchten Informationen als Redirect übernehmen.

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