Seed

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Ein Seed (Saat) ist ein 128 oder 256 Bit langer Zahlenwert, der von deterministischen Wallets bei Kryptogeldsystemen wie Bitcoin verwendet wird. Bitcoin sieht normalerweise die Verwendung immer neuer Bitcoinadressen für die Abwicklung von Zahlungen vor. Das macht es aber schwierig, die erhaltenen Beträge in einem Backup zu sichern, da nach der nächsten Zahlung die alten Adressen leer sind. Auch immer wieder die gleiche Bitcoin-Adresse zu verwenden, ist auch gefährlich, weil dabei Zahlungen dumpliziert werden könnten.

Deterministische Wallets gehen daher so vor, dass sie einen Seed-Wert erzeugen. Zu diesem wird bei Zahlungen ein Zählwert hinzugefügt und erst aus diesem Wert wird die nächste Bitcoin-Adresse mit individuellem privaten und öffentlichen Schlüssel generiert. Es genügt den Seed zu kennen, denn dadurch lassen sich durch hochzählen alle aktuellen und zukünftigen Bitcoin-Adressen des Wallets ermitteln. Der Seed lässt sich in einem Hardware-Wallet schützen oder auch nach BIP-39 als Folge von 12 oder 24 englischen Worten aufschreiben und damit sichern. Er darf jedoch niemals in Fremde Hände gelangen, damit damit Zugriff auf die Bitcoins des Wallets erhält. Wenn das dennoch geschieht, dann hat man nur die Möglichkeit die Bitcoins auf ein neues Wallet zu übertragen bevor sie gestohlen werden.

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