Teredo

Das ist der Eintrag dazu aus unserem IT-Kommunikationslexikon:


Teredo ist eine IPv6-Übergangstechnik, die benötigt wird, damit IPv6-Hosts IPv4-Dienste erreichen können und isolierte IPv6-Knoten das IPv6-Internet über IPv4-Netze erreichen können. Der Vorteil von Teredo liegt im Vergleich zu vergleichbaren Protokollen wie 6to4 darin, dass es auch über NAT-Geräte hinweg funktioniert. 6to4 benötigt dagegen eine öffentliche IPv4-Adresse und muss daher auf dem Zugangsrouter umgesetzt werden. Wenn das nicht möglich ist, zum Beispiel weil der Router dies nicht unterstützt, benutzt man Teredo.

Teredo tunnelt IPv6-Pakete, in dem es sie in IPv4-UDP-Pakete kapselt. Die UDP-Pakete werden dann normal über das IPv4-Internet geroutet. Irgendwo auf der Strecke existiert dann wieder ein Teredo-Relay-Server, der die Pakete wieder entpackt und über IPv6 weiterleitet.

Teredo wurde von Christian Huitema von Microsoft entwickelt und als RFC 4380 von der IETF standardisiert. Teredo-Server benutzen den UDP-Port 3544.

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