Wäre es einfach, könnte es ja jeder

Editorial

Liebe Leser,

vor gar nicht allzu langer Zeit war die Welt des Client-Managers perfekt: Nach jahrelangem Kampf mit unausgereiften Betriebssystemen, mäßiger Hardware und rudimentären Mechanismen der Softwareverteilung stand es plötzlich da, das homogene Netz mit stabil laufenden Windows-Clients. Der User Help Desk frohlockte und der IT-Verantwortliche blickte nicht ohne Stolz auf sein nahezu perfektes Werk. Still und zuverlässig verrichtete ein Management-System die Softwareverteilung und das Patch-Management und die Anwender erfreuten sich an robuster, leistungsfähiger Hardware. Die Geschäftsführung lobte die umfassende, tagesaktuelle Inventarisierung und die Reduktion der IT-Kosten durch das transparente Lizenzmanagement. Milch und Honig flossen in der neuen Client-Wunderwelt.

Dieser Zustand hielt etwa zehn Minuten an.

Heute stehen die Anwender plötzlich mit ihren privaten Smartphones und Tablets vor seiner Tür und die Geschäftsführung erkundigt sich nach Einsparpotenzialen durch Cloud-Computing und Desktop-Virtualisierung. Mit anderen Worten: Die perfekte Welt unseres Client-Managers ist zusammengebrochen und muss neu aufgebaut werden. Doch verzagen ist nicht angesagt, denn wie der Titel dieses Editorials schon signalisiert: Wenn es denn einfach wäre … brauchte es keine Admins!

Glücklicherweise bringt die technologische Entwicklung dem IT-Verantwortlichen nicht nur neue Herausforderungen. Denn was vor Jahren noch State-of-the-Art in der IT war, ist heute teilweise als Freeware zu haben. So finden Sie beispielweise in unseren Tipps & Tricks auf Seite 67 ein kostenloses Tool, das Netze mit bis zu 20 Clients vollständig inventarisiert und sich zudem um das Lizenzmanagement kümmert.

Gleichzeitig stehen neue Technologien zur Verfügung, die Anwenderberechtigungen in bisher unbekanntem Ausmaß steuern, wie unser Test des AppSense Application Managers ab Seite 28 zeigt. Und wenn Ihr Unternehmen tatsächlich vor Kollegen überquillt, die nur noch mit Tablets und ständig mobil arbeiten, könnte sich ein Blick auf Office 365, den neuen Cloud-Dienst von Microsoft lohnen, dessen Integration ins Netzwerk Sie ab Seite 56 finden. Und wie Sie all dies Ihren Anwendern am komfortabelsten beibringen, darüber macht sich Thomas Bär in seinem Artikel zum Aufbau einer internen Schulungsumgebung ab Seite 62 Gedanken. Vielleicht ist das alles ja doch nicht so schwer.

Viel Vergnügen beim Lesen, Ihr

John Pardey
Chefredakteur

Januar 2012 / John Pardey
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Januar 2012 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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