NAS DAS SAN!

Editorial

Liebe Leser,

die Zeiten, in denen für größere Unternehmen zur Datenspeicherung nur ein dickes Storage Area Network (SAN) mit eigenem Übertragungsprotokoll in Frage kam, gehen langsam dem Ende entgegen. Dies heißt im Umkehrschluss jedoch nicht, dass im Rechenzentrum nun Network Attached Storage (NAS) an die Stelle dedizierter Speichernetze tritt – auch wenn die Flut an NAS-Modellen für jeden Geldbeutel zumindest im unteren KMU-Bereich eine Tendenz erkennen lässt. Vielmehr geht es wie so oft in der IT darum, “best of both worlds” zu vereinen. Die Hersteller haben sich dafür natürlich schon einen hübschen Begriff ausgedacht: Unified Storage. Dabei geht es vor allem darum, Block- (SAN) und Datei-basierten Speicher (NAS) in einem System zu kombinieren. Fast jeder große Storage-Hersteller hat dazu entsprechende Geräte im Portfolio.

Was bedeutet diese Entwicklung für die Arbeit des IT-Administrators? Als erwünschter Effekt von Unified Storage ist Konsolidierung zu nennen. Es sind nicht mehrere Systeme mit spezifischen Protokollen, Kabelsystemen und eigenem Management-Interface zu warten, sondern nur eine Plattform, die zwar mit einer Hersteller-eigenen Software ausgeliefert wird, sich jedoch im besten Fall über offene Schnittstellen ansprechen und überwachen lässt. Wo viel Licht, ist meist auch viel Schatten, und so warnen Experten davor, dass es früher oder später zu Performance-Problemen kommen wird, wenn etwa systemkritische Datenbanken zusammen mit dem stetig wachsenden Wust an unstrukturierten Daten auf einer Maschine liegen. Manche Forscher prophezeien ohnehin, dass sowohl SAN als auch NAS bald das letzte Stündlein schlagen wird, wenn die digitalen Informationen als Direct Attached Storage (DAS) zurück in den Server wandern – Technologien wie Non Volatile RAM lassen grüßen.

Wie immer bewegt sich der Admin also auf einem weiten Feld mit variablen Zukunftsaussichten. Um Ihnen die Schritte zumindest in der Gegenwart etwas zu erleichtern, haben wir in diese Ausgabe viele spannende Informationen und Workshops zum Thema Storage und SAN gepackt. So betrachten wir etwa ab Seite 24, was das Plattenspeichersystem Fujitsu ETERNUS DX80 S2 zu bieten hat. Und ganz praxisnah geht es im Artikel ab Seite 38 darum, welche Neuerungen im Bereich Storage-Management bei Windows Server 2012 zu verzeichnen sind.

Viel Spaß beim Lesen wünscht

Lars Nitsch
Redakteur

Juni 2012 / Lars Nitsch
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Juni 2012 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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