Tarnen und Täuschen

Editorial

Liebe Leser,

wissen Sie, was erfolgreiche Malware mit vielen Tierarten verbindet? Eines der Grundprinzipien für das eigene Überleben. Flame heißt der jüngste Superschädling, der perfekt getarnt sein Unwesen treiben konnte. Da musste auch Mikko Hypponen, Chef-Virenforscher bei F-Secure, das Versagen seiner Zunft einräumen. Flame flog nämlich aufgrund der geringen Verbreitung und des geschickt geschriebenen Codes unter dem Radar der Erkennungsautomatik in den Virenlabors. Besonders perfide: Mit einem gefälschten Microsoft-Zertifikat im Gepäck täuschte Flame ein legitimes Windows-Update vor. Das dürfte selbst erfahrene Nutzer endgültig hinters Licht geführt haben. Doch ob der Unmenge an täglich neuem Schadcode haben die Virenjäger gar keine andere Wahl, als ihre Analyse zu automatisieren. Ein Ansatz, der unter IT-Sicherheitsexperten inzwischen Kritik hervorruft.

Was bedeutet das für Sie als Administrator? Vor allem dürfen Sie nicht bereits nach dem Antivirus-Rollout auf (mobilen) Endgeräten den Punkt "Sicherheit" abhaken. Vielmehr tragen auch Konzepte wie die Desktop- und Applikations-Virtualisierung ihren Teil bei. Mit dieser schaffen Sie getrennte Umgebungen für Privates und Geschäftliches oder für vertrauliche und unkritische Firmendaten. Zusätzlichen Schutz bietet die strikte Kontrolle von Anwendungen auf Clients ebenso wie ein durchdachtes Identity- und Log-Management. Und natürlich dürfen Sie die Datenverschlüsselung und das Patchmanagement nicht vergessen. Ergo: Jede Menge Arbeit bei begrenzten IT-Budgets und mangelnder Zeit!

Um Ihnen einige Mittel für mehr Sicherheit an die Hand zu geben, erfahren Sie ab Seite 32, was Endpoint Security heute leisten muss. Außerdem zeigen wir Ihnen ab Seite 54, wie Sie die Zugriffe mobiler Anwender auf Ihr Firmennetz absichern. Ein Update zur Sicherheit unter dem brandneuen Windows 8 erhalten Sie ab Seite 62. Bleibt zum Schluss noch die rechtliche Betrachtung der IT-Sicherheit, die wir Ihnen ab Seite 68 näher bringen. Nicht, dass aus einem Sicherheits-Fauxpas auch noch ein juristisches Fiasko entsteht.

Viel Spaß beim Lesen,
Ihr

Daniel Richey
Stellv. Chefredakteur

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Juli 2012 / Daniel Richey
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Juli 2012 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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