Virtuelle Welten – virtuelle Probleme?

Editorial

Liebe Leser,

das Leben wurde es in "Version 2" und die IT dürfte es bald sein: virtuell. Die Illusion, dass etwas da ist und doch existiert es gar nicht wirklich. Fast schon eine philosophische Frage, nicht wahr? Welche Auswirkungen die Virtualität auf Menschen und sogar auf die IT haben kann, zeigt uns seit einiger Zeit das "zweite Leben".

Kleine Welten wurden aufgebaut, neue Charaktere erschaffen, sogar ganze Leben in die pixelige Umgebung verlagert. Auch der Handel in der virtuellen Umgebung findet zunehmend mit echten Euros und Dollars statt. Dass diese nicht-wirkliche Welt tatsächlich ein Abbild des wahren Lebens ist, zeigt sich nicht zuletzt dadurch, dass die ersten Verbrechen auftraten – die sogar ganz reale Gerichte beschäftigen – und inzwischen Terroristen das Idyll bedrohen.Von den Marketingabteilungen großer Konzerne, die ihre Niederlassungen eröffnen, einmal abgesehen. Man könnte es als Lehrstück betrachten: Die erschaffene Welt ist nur ein Abbild des realen Daseins.

Das gilt auch für die IT. Hier findet die Virtualisierung in Rechenzentren immer mehr Anklang. Bringt sie doch viele Vorteile: die bestehende Hardware wird besser ausgenutzt, virtuelle Maschinen lassen sich ruck-zuck neu aufsetzen und halten den ein oder anderen Hacker und Virus in Zaum. Und natürlich das Totschlag- Argument, dem sich zurzeit keine Werbeabteilung entziehen kann:Virtuelle Maschinen sparen Strom und reduzieren den CO2-Ausstoß. Bitte verstehen Sie mich nicht falsch, das ist ein wichtiges Thema. Doch der momentane Hype schadet der Sache eher, als dass er hilfreich ist. Zwar bringt er die Menschen zum nachdenken. Doch wie so oft mit Hypes – nach einer Weile kann sie keiner mehr Hören.War da nicht was mit Web 2.0?

Aber zurück zur Virtualisierung in der IT. Sie ist erwachsen geworden.Vorbei sind die Zeiten, als mal etwas mit einer virtuellen Maschine auf dem Rechner in der Ecke ausprobiert wurde. Inzwischen laufen ganze Server-Applikationen in virtuellen Umgebungen, die Desktops der Anwender sind virtuell und – Sie ahnen es – die Probleme wurden es auch. Ist also die Administration dieser virtuellen Umgebungen schon da, wo die nicht mehr realen Rechner schon lange sind? Nun, sie ist auf dem Weg und inzwischen bieten sich die ersten Administrationstools für virtuelle Umgebungen an. So stellen wir Ihnen in dieser Ausgabe den "AppManager VMware" von NetIQ vor, mit dem Sie echte Server und virtuelle Maschinen in einer Konsole überblicken. Eine feine Sache und ganz real.

Ihr

Daniel Richey

September 2007
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe September 2007 des IT-Administrator von Seite 2 bis 2.

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