Editorial: Die Suche geht weiter

Editorial

Im letzten Heft gab es ein Streitgespräch unter IT-Experten über den Nutzen und Nachteil der PowerShell bei der Administration von Windows-Rechnern. Das Ergebnis: We agree to disagree. Zwar kann die PowerShell bei der Automatisierung von Problemlösungen helfen, aber ob sie immer dazu beiträgt, diese zu beschleunigen, ist fraglich, wenn etwa andere Faktoren bremsen. Auch ist nicht gesagt, ob sich der Aufwand für das Skripten seltener Anwendungsfälle immer lohnt.
Die Auseinandersetzung wird auch über die Betriebssystemgräben hinweg geführt. So sei die klassische Unix-Shell "nur" textorientiert, während die PowerShell typisierte Objekte bietet, die zu mehr Zuverlässigkeit bei der Verarbeitung führten. Allerdings ist das Unix-Lager auch schon einige Jahre weiter und hat sich von der Shell als primäres Konfigurationstool emanzipiert. Jetzt sorgen Konfigurationsmanagementsysteme wie Puppet, Ansible, Chef oder Saltstack für mehr Struktur.

Auch hier ist aber zu beobachten, dass keine letztgültige Lösung des Problems erreicht ist. Kaum begeistert ein neuer Ansatz durch Einfachheit und deklarative Syntax die Anwender, wird schnell der Wunsch nach komplexeren Ausdrucksmöglichkeiten wie logischen Operatoren, Schleifen und so weiter laut, also Ausdrucksmöglichkeiten, die ausgewachsene Skriptsprachen bieten. Dann wird Stück für Stück komplexere Syntax durch die Hintertür eingeführt, bis der anfängliche Charme der Einfachheit auf der Strecke bleibt und alles wieder von vorne beginnt.

Unser Schwerpunkt gibt Tipps zu bewährten Tools und stellt neue Ansätze vor, um die immer wiederkehrenden Probleme zu lösen. Wir unterziehen das Software-Bundle Chef Automate einem Test, das etwa mit der Inspec-Komponente hilft, automatisiert IT-Umgebungen auf die Einhaltung von Compliance-Regeln zu testen. In eine ähnliche Richtung geht das freie Tool Testinfra, das wie automatisierte Tests in der Software-Entwicklung die eigene Infrastruktur daraufhin prüft, ob sie die gewünschten Anforderungen erfüllt.

Für die Automatisierung von Cloudumgebungen bei Amazon ist Boto3 gedacht, ein Python-Modul, das nahezu alle AWS-Funktionen abdeckt. In die gleiche Kerbe schlägt die PowerCLI-Toolbox, die VMware-Admins bei ihrer Arbeit helfen soll. Sie stellen wir ab Seite 68 vor. Aber auch die Anwender der (neo)klassischen Admin-Tools für Windows, der Bash respektive PowerShell, kommen nicht zu kurz: Sie können neue Tricks über das Debugging von Bash-Skripts kennenlernen oder sich an den Best Practices für die PowerShell orientieren.

Viel Spaß beim Lesen

Oliver Frommel
Leitender Redakteur
Mai 2018 / Oliver Frommel
[Rubrik: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Mai 2018 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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