Bausteinhölle

Editorial

In unserem Haushalt gibt es ein Storage-Problem. Das Problem hat einen Namen: Lego. Die Lage verschlimmert sich von Jahr zu Jahr. Zum einen werden die Kinder immer älter, wünschen sich immer mehr der bunten Bausteinsets, der Lego-Berg wächst und wächst. Zum anderen haben sich die Kunststoffteilchen in den letzten Jahrzehnten stark verändert: In meiner Kindheit war die Lage noch übersichtlich: Es gab Vierer- und Sechserblöcke, Platten, flache Leisten. Als Highlight galten schon Dachschrägen. Inzwischen hat sich das Universum erhältlicher Kleinteile ins Unendliche ausgedehnt. Für Ninjago gibt es durchsichtige Falltüren, Äxte in allen erdenklichen Größen sowie rote Todesschlangen. Für Creator finden sich dehnbare Schläuche und Techniker-Schraubenschlüssel, für die Powerpuff Girls Skateboards und Molekül-kleine Muffins.
Meine Partnerin verdreht mittlerweile die Augen, wenn sich eines der Kinder etwas Neues von Lego wünscht. Denn obwohl uns der Platz ausgeht, müssen wir ständig neuen Stauraum schaffen. Noch fataler aber ist, dass die verschiedenen Sets, einmal auseinandergebaut, in diversen Kisten vor sich hindümpeln. Unstrukturiertes Material at its best, das im schlimmsten Fall Platz verbraucht, obwohl es nur selten oder gar nicht benutzt wird. Und wenn die Kinderhand dann einmal einen Baustein ganz dringend sucht, ist das Plastikteil natürlich genau in diesem Moment wie vom Erdboden (oder vom Staubsauger) verschluckt.

Die Problematik kommt Ihnen auch als Admin im Unternehmen irgendwie bekannt vor? Kein Wunder. Nahezu unbegrenztes Datenwachstum, eine Fülle unstrukturierter Daten und die Herausforderung, alten Schrott von wichtigen Informationen zu trennen und Letztere schnell bereitzustellen, und das alles mit den begrenzten Mitteln, die KMUs in der Regel zur Verfügung stehen – das ist der Stoff, aus dem des Speicherverantwortlichen Albträume sind. Um hier für Durchblick zu sorgen, haben wir uns für diese Ausgabe angeschaut, was ein kleines NAS leisten kann, wie Sie mit wenig Geld ein SAN bereitstellen, was eigentlich der Unterschied zwischen hyperkonvergenten und konvergenten Systemen ist und wie Sie Google Cloud Storage für Backups nutzen.

Das Storage-Problem daheim konnten wir bisher leider trotzdem nicht lösen. Denn wie wir die Lego-Massen in die Cloud bringen, daran tüfteln wir noch. Doch es gibt Hoffnung: Unser Großer wünscht sich zu Weihnachten ein Spiel für die Nintendo-Switch-Konsole. Und das findet auf einer winzigen Speicherkarte Platz.

Ein frohes Fest wünscht

Lars Nitsch
Redakteur und Textchef
Dezember 2018 / Lars Nitsch
[Rubrik: Rubriken]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Dezember 2018 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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