Editorial: Mehr Zeit für sich selbst

Editorial

Die Automobilindustrie ist hierzulande einer der wichtigsten und erfolgreichsten Wirtschaftszweige. Die Jahrzehnte, die Marken wie BWM, Daimler oder Audi an der Weltspitze der Autobauer verbracht haben, erklären sich nicht zuletzt aus dem Erfindungsgeist der Ingenieure dieser Firmen. Im Fokus der öffentlichen Betrachtung stehen dabei meist Innovationen wie elektrische Antriebe oder autonomes Fahren. Entscheidend für den Erfolg ist aber nicht zuletzt die Effizienz in der Fertigung – und schon sind wir beim Thema Automatisierung.
Was 1913 mit Henry Fords Fließband für die Kfz-Fertigung anfing, setzte sich 1956 fort mit dem ersten Roboterarm und mündet heute in sogenannten Lights-Out-Fabriken, in denen Automaten (im Dunkeln) unsere Autos zusammenbauen. Zwar sind letztere heutzutage nicht bei allen Automobilherstellern zu besichtigen, doch aus großer Höhe betrachtet dürften alle Unternehmen dieser Branche in etwa den gleichen Stand an Fertigungsautomatisierung aufweisen.

Würde unser imaginäres Beobachtungsflugzeug 2021 über IT-Abteilungen fliegen, ergäbe sich ein anderes Bild: Einige Betriebe stünden noch ohne Fließband dar, während andere sich mit Fug und Recht als Lights-Out-IT-Organisation beschreiben dürften. Dies lässt sich natürlich mit der Tatsache erklären, dass eine IT-Abteilung der nächsten nicht so ähnlich ist wie ein US-Autobauer einem japanischen. Und dennoch sind die Diskrepanzen im Automatisierungsgrad der IT erstaunlich.

Vor allem wenn wir uns vor Augen führen, wie viel weniger Hindernisse bei der IT-Automatisierung im Vergleich zum Maschinenbau zu bewältigen sind. Erfordert bei letzterem jede neue Fertigungstechnik den aufwendigen Umbau der Produktion, funktioniert IT-Automatisierung oft schon durch das simple Hinzufügen eines PowerShell-Skripts.

Dazu kommt eine historische Besonderheit der IT: Automatisierung bedeutet immer Effizienzgewinn und die entsprechende Betrachtung verschiedener Industriezweige zeigt mit zunehmender Automatisierung fast immer einen Rückgang des menschlichen Arbeitseinsatzes, sprich: Leute wurden auf die Straße gesetzt. Jedoch muss sich kein IT-Verantwortlicher aktuell Sorgen um seine Beschäftigung machen. Selbst wenn er es hinbekommt, 95 Prozent aller IT-Prozesse zu automatisieren, wird danach eher mehr Arbeit anfallen als vorher, da lästige Routine entfällt und Zeit für zukunftsweisende IT-Projekte frei wird.

Trauen Sie sich also daran, Ihre IT zu automatisieren. Sei es mit der PowerShell im Active Directory, wozu wir Ihnen ab Seite 92 praktische Tipps geben oder mit dem Alleskönner SaltStack (Seite 74). Nur eines gilt wie fast immer in der IT: Sicherheit geht auch bei Skripten vor, wie unser Artikel ab Seite 64 zeigt. Nur lesen müssen Sie das alles noch selbst.

John Pardey
Chefredakteur
März 2021 / John Pardey
[Rubrik: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe März 2021 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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