Editorial: Alles hybrid

Editorial

VERSION A: Die Deutschen vermissen ihren Schreibtisch, den Plausch mit den lieben Arbeitskollegen und möchten wieder öfter ins Büro kommen. Vielen Unternehmen ist das aber gar nicht so recht, hat sich die IT doch nach eineinhalb Jahren ziemlich gut auf Remote-Arbeit eingestellt. Und dass Videokonferenzen nun endlich Standard im Firmenalltag sind, freut sowohl die Hersteller entsprechender Systeme als auch die Reiskostenabteilung. Wie finden Geschäftsleitung und Angestellte hier also eine gemeinsame Linie?
VERSION B: Die Deutschen haben es sich im Home Office bequem gemacht und genießen die neue Flexibilität. Viele Unternehmen sehen die Effizienz bei der Remote-Arbeit aber kritisch. Noch dazu ist die IT ist fortwährend damit beschäftigt, Sicherheitslücken zu stopfen, die Remote-Anwender gerissen haben. Und auch das VPN ruckelt bisweilen arg. Nicht zuletzt sind moderne Kommunikationstools zwar schön und gut, können reibungslose Workflows in Präsenz aber nicht ersetzen. Wie finden Geschäftsleitung und Angestellte hier also eine gemeinsame Linie?

Was wie der Entwurf eines unfertigen Editorials aussieht, zeigt die Unübersichtlichkeit, mit der sich Unternehmen in der abklingenden Pandemie konfrontiert sehen. Für jedes der erwähnten Argumente haben findige PR-Abteilungen unterstützende Umfragen in Auftrag gegeben, die je nach Standpunkt die eine oder andere Seite bekräftigen. Und die Versionen C und D, bei denen Arbeitgeber und Belegschaft begeistert die Rückkehr ins Büro feiern oder beide das Home Office als neuen Standard verstehen, haben wir noch gar nicht angesprochen.

Was machen wir also, um einer unübersichtlichen Lage Herr zu werden? Ganz einfach: Wir holen ein Buzzword wieder aus der Tasche, dass schon beim Storage, vor allem aber bei der Cloud prima funktioniert hat: Hybrid! Hybrid Work ist "the new normal" und so freuen sich sowohl die Anbieter von Business-Messengern als auch die Hersteller klassischer Schreibtisch-Telefone – für jeden ist etwas dabei! Hybrid hört sich prima an, irgendwie bedarfsgerecht, zu jeder Zeit die passenden Karten auf der Hand.

Damit die richtigen Karten jedoch überhaupt in den Stapel kommen, muss die IT-Abteilung ihre Hausaufgaben gemacht haben und letztendlich immer beide Optionen vorhalten: Den sicheren Zugang von außen samt flexibler Kommunikationstools aber auch robuste interne Strukturen mit klassischen Werkzeugen wie E-Mail und Telefon. In dieser Ausgabe haben wir für Sie zu beiden Ansätze spannende Tests und praxisnahe Workshops zusammengestellt.

Einen nicht allzu frostigen Winter wünscht

Lars Nitsch
Redakteur und Textchef
November 2021 / Lars Nitsch
[Rubrik: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe November 2021 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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