Auf los geht's los!

Editorial

Liebe Leser,

wahrscheinlich ist auch in Ihrem Netzwerk die Amtssprache noch IPv4 – ein robustes und erprobtes Protokoll, dessen Funktionen und Aufbau jeder Admin im Schlaf erklären kann. Wozu dann die Mühe, sich mit neuen IP-Adressen im Stil von ba3f:35a1:c32b:1913::1 zu befassen? Doch es gibt gute Gründe für IPv6. Der einfachste und zugleich meistgenannte: Die Adressen werden knapp.

Über vier Milliarden IP-Adressen stehen mit IPv4 zur Verfügung. Ein Pool, der angesichts immer mehr IP-fähiger Geräte langsam an seine Grenzen stößt. NAT hilft hier nur begrenzt weiter, wollen wir nicht irgendwann ein völlig fragmentiertes Internet aus etlichen Teilnetzen mit übersetzenden Routern und Gateways als Flaschenhälse und Stolpersteine. Da sind die 3,4 x 10^38 (oder 340 Sextillionen) möglichen IPv6-Adressen schon eine andere Zahl. Kein Wunder, ist doch eine IPv6-Adresse 128 Bit lang – ebenso wie ein derzeit noch sicherer AES-Schlüssel. Und auch verbesserte Sicherheitsstandards, effizienteres Routing und eine einfachere Administration sprechen für das neue Protokoll.

Warum tut sich also nichts, oder zumindest nicht viel? In der Tat wird der schwarze Peter im Kreis herumgereicht: Unternehmen fragen kein IPv6 nach, da es quasi keine Provider und speziellen Applikationen hierfür gibt. Provider und Softwarehersteller wiederum verzeichnen kaum eine Nachfrage und sehen daher keinen Bedarf zu investieren. Immerhin stellt – neben diversen Versuchsnetzen wie dem "6WiN" des Deutschen Forschungsnetzes (DFN) oder dem IPv6-DNS-Dienst von DynDNS – Windows Server 2008 einen größeren Schritt in Richtung IPv4-Ablösung dar. Erstmalig setzt das Betriebssystem primär auf das neue Protokoll, Version 4 ist nur noch als Fallback-Lösung mit an Bord. Und auch Windows Vista spricht bereits IPv6. Damit rückt die Migration auf Version 6 wenigstens unternehmensintern in greifbare Nähe.

Wie Sie unter Windows Server 2008 das neue Protokoll optimal nutzen, lesen Sie in unserem Sonderheft I/2009. Darin finden Sie auf 180 Seiten praxisnahe Workshops rund um das Serverbetriebssystem und dessen Einsatz im Netzwerk. In der März-Ausgabe des IT-Administrator zeigen wir zudem, wie verlässlich Ihnen Hyperic HQ bei der Netzwerküberwachung hilft und wie Sie Mac-Rechner über das LAN booten. Viel Spaß beim Lesen,

Ihr

Daniel Richey
Redakteur IT-Administrator

März 2009 / Daniel Richey
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe März 2009 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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