Kinderleichtes Management

Editorial

Liebe Leser,

mein zehn Monate alter Sohn Vincent lässt es gemütlich angehen und kann bisher weder krabbeln noch laufen. Auch sein sprachliches Repertoire ist mit "wawa" und "hattahatta" eher begrenzt. Zu meinem großen Erstaunen hat er einen Zusammenhang jedoch durchschaut: Wälzt er sich auf der Couch herum und bekommt die Fernbedienung für meinen 82 Zoll messenden Flatscreen (im Editorial sind Übertreibungen erlaubt) in die Finger, malträtiert er so lange mit hoffnungsvollem Blick auf den TV die Tasten des Kontrollgeräts, bis der Fernseher seinen Startbildschirm und Vincent sein schönstes Lächeln zeigt.

An oben beschriebener Szene sind zwei Dinge bemerkenswert: Erstens hatten Fernseher vor zehn Jahren noch keinen Startbildschirm – man schaltete sie ein und das Bild war da. Heute kann ich mit dem TV zwar Video-Streams direkt vom NAS genießen, muss dafür aber das Hochfahren der Multimedia-Maschine in Kauf nehmen. Fortschritt in seiner unerwünschten Form. Trotzdem hat sich das Gerät aber zumindest in seinen Grundfunktionen Einfachheit bewahrt: Das Drücken eines bestimmten Knopfes auf der Fernbedienung bewirkt eine bestimmte Aktion – eine Kausalität, die in diesem Fall sprichwörtlich von jedem Baby verstanden wird.

Das bringt uns zum Schwerpunkt dieser Ausgabe: Virtualisierungs-Management und Automatisierung. Virtualisierung gilt als State of the Art und wird mit Argumenten wie Konsolidierung und Kosteneinsparungen angepriesen. Diese Schlagworte sind zwar nicht falsch, eines werden virtualisierte Infrastrukturen jedoch selten – einfacher zu verwalten. Auch wenn nun keine All-in-one-Fernbedienung zu erwarten ist, haben viele Anbieter erkannt, dass der nächste Schritt nach der bloßen Bereitstellung von virtualisierten Umgebungen hin zu intelligenten Produkten und Dienstleistungen führen muss, die das Management der neuen IT-Welt vereinfachen.

Im Juni-Heft haben wir uns deshalb angesehen, was bereits erhältliche Lösungen zu bieten haben. So lesen Sie in unserem Test ab Seite 14, wie sich "Xangati for ESX" bei der Überwachung und Verwaltung von VMware-Umgebungen schlägt. Außerdem nehmen wir ab Seite 26 unter die Lupe, ob Veeam mit seinen "Essentials" ein wirkungsvolles Management-Paket geschnürt hat. In unserem Praxis-Bereich erklären wir im Workshop ab Seite 50, wie Sie Hyper-V effizient über die PowerShell verwalten, und diskutieren ab Seite 54, wann und in welchem Umfeld die Desktop-Virtualisierung Sinn macht. Eine kinderleichte Bedienung Ihrer virtualisierten Landschaft wünscht Ihnen

Lars Nitsch
Redakteur

Juni 2011 / Lars Nitsch
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe Juni 2011 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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