Geteilte Cloud, geteilte Daten?

Editorial

Liebe Leser,

glauben wir den Versprechen der Hersteller, so ist die Cloud sicherer als die selbst betriebenen Rechner im eigenen Unternehmen: weniger Ausfälle, stringentere Backups, neuere Hardware. Tag und Nacht kümmern sich zahllose IT-Spezialisten bei Amazon, Microsoft, Google und Co. um ihre Infrastruktur. Jedes Grad Abweichung im Serverraum, jeder Zutritt und jede einzelne CPU-Auslastung wird genauestens überwacht. Die Neunen hinter dem Komma wollen verdient sein. Das Ziel ist dabei klar: Firmen sollen ihre Daten möglichst umfassend und schnell in die Cloud verlagern. Praktisch ist dies allemal angesichts der zunehmenden Mobilität der Mitarbeiter.

Seit diesem Sommer ist nun auch Microsoft mit Office 365 in der Wolke präsent (siehe Seiten 8 und 13). So können sich Unternehmen aussuchen, ob sie lieber mit einem fest installierten Office-Paket arbeiten möchten oder mit dem virtuellen. Eigentlich prima – wenn das Thema Datenschutz nicht wäre. Microsoft-Manager Gordon Frazer musste schon kurz nach dem Start des Online-Dienstes zugeben, dass US-amerikanische Justizbehörden und Geheimdienste auch auf europäische Server Zugriff hätten. Microsoft als amerikanisches Unternehmen unterliegt nun mal US-Gesetzen, die einen verhältnismäßig freizügigen Datenzugriff erlauben. Und auch andere Vorfälle lassen Unternehmen aufhorchen. So etwa die Panne beim Online-Storage-Anbieter Dropbox. Für kurze Zeit konnten sich Nutzer mit beliebigen Passwörtern an jedem Account anmelden und auf die Daten zugreifen. Sicher sieht anders aus – zumal Dropbox im Nachgang auch noch seine AGB zum Nachteil der Kunden in Sachen Datenzugriff durch US-Behörden angepasst hat.

Grundsätzlich ist gegen den Trend, Dienste in der Cloud anzubieten, nichts einzuwenden. Doch scheinen sowohl Anbieter wie auch Gesetzgeber zumindest für Europa erst noch den richtigen Weg finden zu müssen. Ein Lösungsansatz für Unternehmen ist natürlich die durchgängige Verschlüsselung ihrer Daten. Doch das setzt auch eine entsprechend komplexe Infrastruktur im eigenen Netzwerk voraus. Wie Sie als Administrator derweil Ihre eigenen Server noch besser in den Griff bekommen, lesen Sie in dieser Ausgabe. So zeigen wir Ihnen, was die Eye Of The Storm Network Professional Edition zu bieten hat und wie Sie Gruppenrichtlinien mit AGMP 4.0 verwalten. Eine Neun mehr hinter dem Komma kann schließlich nie schaden.

Viel Spaß beim Lesen,

Ihr

Daniel Richey
Stellv. Chefredakteur

August 2011 / Daniel Richey
[Rubrik: Rubriken | Beitragsart: Editorial]

Den vollständigen Beitrag finden Sie in der Ausgabe August 2011 des IT-Administrator von Seite 3 bis 3.

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