Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Open Source

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Mecklenburg-Vorpommern setzt auf Open Source

14.07.2026 - 07:00
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Mecklenburg-Vorpommern treibt den Umbau seiner IT-Landschaft voran und hat eine selbst betriebene Nextcloud-Plattform für die Zusammenarbeit in der Landesverwaltung eingeführt. Die Open-Source-Software ersetzt schrittweise Microsoft SharePoint und wird vom landeseigenen IT-Dienstleister betrieben. Perspektivisch soll die Plattform mehr als 50.000 Beschäftigten zur Verfügung stehen.

Rund 5000 Beschäftigte der Landesverwaltung nutzen bereits eine Nextcloud-Instanz für Filesharing, die von der DVZ M-V betrieben wird. Nach Angaben des Landes verlief der schrittweise Umstieg von Microsoft SharePoint ohne größere Probleme oder Datenverluste. In den kommenden Ausbaustufen sollen Chat, Videokonferenzen und Groupware hinzukommen. Langfristig ist die Nutzung durch mehr als 50.000 Beschäftigte im öffentlichen Dienst vorgesehen.

Die Plattform basiert auf der freien Lizenz GNU AGPLv3. Dadurch kann das Land den Quellcode einsehen, prüfen und an eigene Sicherheits- und Funktionsanforderungen anpassen. Zum Projekt gehören unter anderem getrennte Test- und Produktivumgebungen, Betriebsschulungen, Sicherheitsprüfungen sowie ein priorisiertes Einspielen von Stabilitätsupdates.

Die Einführung von Nextcloud ist Teil einer umfassenderen Open-Source-Strategie Mecklenburg-Vorpommerns. Parallel setzt das Bundesland auf OpenProject für das Projektmanagement und entwickelt mit LEA einen lokal betriebenen Verwaltungsassistenten auf Basis von OpenWebUI. Zudem kooperiert Mecklenburg-Vorpommern mit Schleswig-Holstein, das ebenfalls Nextcloud als zentrale Plattform für die digitale Zusammenarbeit in der Landesverwaltung nutzt.