KI-Kollege Cowork geht in den Regelbetrieb

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KI-Kollege Cowork geht in den Regelbetrieb

23.06.2026 - 07:00
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Nach drei Monaten Testphase steht Copilot Cowork ab sofort allen Microsoft-365-Kunden weltweit offen. Statt nur Vorschläge zu liefern, erledigt der Agent komplette Aufgaben selbstständig, von der Datenanalyse bis zur fertigen Vertriebsliste.

Schon mehr als die Hälfte der Fortune-500-Unternehmen setzt Copilot Cowork laut Microsoft ein, ebenso bekannte Organisationen wie Accenture, Capital Group oder Zurich Insurance. Anders als ein klassischer Chat-Assistent bearbeitet Cowork komplexe, lang laufende Aufgaben über mehrere Tools hinweg eigenständig und liefert am Ende ein fertiges Ergebnis statt eines bloßen Entwurfs. Microsoft nennt als Beispiel ein Team, das fast 4000 Dateien zwischen zwei Produktversionen verglich, eine Arbeit, für die sonst Wochen draufgegangen wären.

Architektur: fünf Bausteine für Tempo und Kontrolle

Fünf Bausteine sollen Cowork dabei von der Konkurrenz abheben: Cloud-Hosting hält Aufgaben auch bei ausgeschaltetem Laptop am Laufen, die Kontext-Engine Work IQ bindet die tatsächlichen Unternehmenssysteme ein, strenge Sicherheitskontrollen verankern den Agenten fest innerhalb der Microsoft-365-Vertrauensgrenze, ein Multi-Modell-Ansatz wählt je Aufgabe das passende Modell, und eine ressourcenscharfe Abrechnung berechnet nur tatsächlich genutzte Kapazität.

Aktuell laufen die Aufgaben auf Modellen von Anthropic, konkret Opus 4.8 und Sonnet 4.6, Frontier-Kunden können zusätzlich GPT 5.5 einsetzen. In den kommenden Wochen ergänzt das eigens nachtrainierte Modell Cowork 1 das Angebot und soll Routineaufgaben zu deutlich geringeren Kosten erledigen. Laut einer unternehmensinternen Analyse, die 125 Testläufe mit dem Modell Opus 4.8 umfasste, fiel Copilot Cowork dabei im Schnitt 30 bis 40 Prozent günstiger aus als Claude Cowork mit Microsoft-365-Connector, eine unabhängige Bestätigung dieser Zahlen liegt bislang nicht vor.

Was Copilot Cowork kostet

Wer Copilot Cowork nutzen will, braucht zunächst eine Microsoft 365 Copilot User Subscription License, die eigentliche Nutzung rechnet Microsoft anschließend über Copilot Credits ab. In die Kalkulation pro Aufgabe fließen Modellnutzung, Kontextabruf, Werkzeugaufrufe und Laufzeit ein, wobei sich Aufgaben grob in leichte, mittlere und umfangreiche Kategorien einteilen lassen. Microsoft hat dafür zusätzlich vier typische Nutzerprofile mit unterschiedlichem Aufgabenmix definiert, um Unternehmen die Budgetplanung zu erleichtern. Die Abrechnung läuft bereits ab heute, Mandanten mit mindestens einem Frontier-Nutzer zwischen dem 30. März und dem 16. Juni erhalten jedoch eine Schonfrist und zahlen erst ab dem 1. Juli 2026.

Kostenkontrolle und neue Funktionen für Admins

Auch der Einstieg fällt leichter: In der Microsoft-365-Copilot-App führt ab sofort ein eigener Schalter direkt in die volle Cowork-Erfahrung. Für das Budget rüstet Microsoft den Dienst zudem mit umfassendem Kostenmanagement aus. Administratoren schalten Cowork gezielt frei, setzen Ausgabenlimits auf Mandanten-, Gruppen- und Benutzerebene und definieren Schwellenwerte für Warnmeldungen, während Nutzer bei Bedarf zusätzliche Credits direkt anfordern können.

Nutzungsberichte und bald auch aufgabenbezogene Preisangaben in Echtzeit schaffen zusätzliche Transparenz, zur Kostensteuerung stehen außerdem ein klassisches Pay-as-you-go-Modell für 0,01 US-Dollar pro Credit, ein vergünstigtes Vorab-Kontingent namens P3 sowie ein Model Picker für Frontier-Kunden zur Verfügung. Hinzu kommen neun neue Partner-Plugins von Anbietern wie Miro, Monday.com oder S&P Global Energy, ein experimenteller Internetzugriff über den Edge-Browser sowie eine tiefere Anbindung an Microsoft-365-Sicherheitsfunktionen wie Auditprotokolle, DSPM und eDiscovery.

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