Outlook-Problem: Endlosschleife statt E-Mails

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Outlook-Problem: Endlosschleife statt E-Mails

19.03.2026 - 12:39
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Seit dem 18. März 2026 häufen sich Berichte, dass Microsoft Outlook 2019 und Office 2021 LTSC keine Verbindung mehr zu Exchange-Online-Postfächern aufbauen können. Ein Registry-Workaround scheint bei vielen Betroffenen Abhilfe zu schaffen.

Wer am Morgen des 18. März 2026 sein Outlook geöffnet hat und seitdem nur noch eine endlos drehende Authentifizierungs-Animation sieht, ist offenbar nicht allein, wie Günter Born in einem Blogbeitrag berichtet. Auf Reddit tauchte am selben Tag ein Thread auf, in dem ein Nutzer schildert, dass Outlook 2019 plötzlich keine Verbindung mehr zu Exchange-Online-Postfächern aufbaut. Das Besondere: Noch bis zum Morgen jenes Tages habe alles problemlos funktioniert. Der Verfasser des Beitrags räumt zwar ein, dass der Support für Microsoft Office 2019 seit Oktober 2025 ausgelaufen ist – das Problem sei aber urplötzlich aufgetreten, ohne dass er etwas an seiner Konfiguration verändert hätte.

Offenbar serverseitige Änderung

Innerhalb kurzer Zeit meldeten sich weitere Nutzer zu Wort und bestätigten ähnliche Erfahrungen. Das Problem beschränkt sich demnach nicht nur auf Outlook 2019: Auch bei Office 2021 LTSC treten Verbindungsfehler und Abstürze beim Öffnen von Outlook auf. Vereinzelt berichten Anwender sogar von Verbindungsproblemen mit Microsoft 365 Apps – also Outlook 365. Das deutet darauf hin, dass serverseitig etwas verändert wurde, das mehrere Outlook-Versionen gleichzeitig trifft.

Als mögliche Ursache gilt eine Änderung im Authentifizierungsablauf. Der Workaround, den ein Nutzer im Reddit-Thread vorgeschlagen hat, zielt genau dort an: Drei Registry-Einträge unter HKEY_CURRENT_USER\Software\Microsoft\Office\16.0\Common\Identity deaktivieren den Windows Web Account Manager (WAM) für Microsoft Entra ID und aktivieren stattdessen die ältere Azure Active Directory Authentication Library (ADAL). Die entsprechenden Werte DisableAADWAM, DisableADALatopWAMOverride und EnableAdal lassen sich als .reg-Datei speichern und per Doppelklick in die Registrierung importieren. Bei mehreren Betroffenen hat dieser Eingriff die Verbindung wiederhergestellt.

Genaue Ursache unklar

Ob Microsoft hinter dem Problem steckt oder eine Infrastrukturänderung auf Exchange-Online-Seite die Ursache ist, bleibt derzeit unklar. Eine offizielle Stellungnahme des Unternehmens steht noch aus. Angesichts des abgelaufenen Supports für Office 2019 ist fraglich, ob Microsoft aktiv an einem Patch arbeitet. Administratoren, die noch ältere Office-Versionen im Einsatz haben, stehen damit vor der bekannten Abwägung: Workaround riskieren oder den ohnehin überfälligen Umstieg auf Microsoft 365 Apps beschleunigen.

Wer den Registry-Eingriff scheut oder in einer verwalteten Unternehmensumgebung arbeitet, sollte den Workaround zunächst auf einem Testsystem prüfen und sicherstellen, dass Gruppenrichtlinien keine konkurrierenden Einstellungen setzen. IT-Verantwortliche sollten außerdem prüfen, ob die Änderung per Gruppenrichtlinie oder Endpoint-Management-Tool unternehmensweit ausgerollt werden kann – solange Microsoft keine offizielle Lösung liefert.