Windows 11 26H2: Sanfte Updates statt großem Sprung
Microsoft schickt die nächste Windows-11-Version ins Rennen – und verspricht IT-Abteilungen ein Update ganz ohne Stress. Was hinter dem "Enablement Package" steckt und welche Geräte außen vor bleiben, zeigt der Blick auf Version 26H2.
Microsoft hat den nächsten großen Versionssprung für Windows 11 angekündigt. Version 26H2 steht bereits Windows Insidern im Experimental-Kanal zur Vorschau bereit und soll in den kommenden Monaten breiter ausgerollt werden. Wie das Unternehmen im Blogbeitrag mitteilt, setzt die neue Version auf dasselbe Servicing-Modell wie die Vorgängerversionen 24H2 und 25H2. Für Unternehmen und IT-Verantwortliche bedeutet das vor allem eines: weniger Aufwand bei der Umstellung.
Neue Funktionen freigeschaltet statt aufgespielt
Der technische Kern der Neuerung liegt im sogenannten "Enablement Package". Statt eine komplette Neuinstallation des Betriebssystems anzustoßen, schaltet Microsoft bei Geräten, die bereits auf 24H2 oder 25H2 laufen, lediglich zusätzliche Funktionen frei. Die Installation läuft dadurch ähnlich unauffällig ab wie ein gewöhnliches monatliches Update – ganz ohne aufwendiges Neuaufspielen des Systems. Möglich wird das, weil mehrere Windows-11-Versionen denselben Code, dieselben Sicherheitsupdates und dieselbe Kompatibilitätsprüfung teilen. Der Unterschied zwischen den Versionen besteht im Grunde nur darin, welche Funktionen jeweils aktiviert sind.
Eine Ausnahme bildet Version 26H1: Geräte, die darauf laufen, können nicht direkt auf 26H2 wechseln. Der Grund liegt laut Microsoft in einem abweichenden Windows-Kern, auf dem 26H1 basiert, der sich von dem in 24H2, 25H2 und 26H2 verwendeten unterscheidet. Betroffene Geräte erhalten stattdessen einen eigenen Pfad zu einer künftigen Windows-Version.
Neuer Support-Lebenszyklus
Für IT-Abteilungen verspricht Microsoft mit dem gemeinsamen Servicing-Branch handfeste Vorteile: weniger Komplexität beim Rollout, eine höhere Verlässlichkeit bei der Kompatibilität bestehender Anwendungen und einen schnelleren Zugriff auf neue Funktionen. Da Updates kontinuierlich ausgeliefert und erst zu einem späteren Zeitpunkt aktiviert werden, entfällt das klassische große "Upgrade-Ereignis". Organisationen können ihre gewohnten Werkzeuge wie Windows Autopatch, Microsoft Intune oder den Windows Server Update Service weiterhin nutzen und ihre bestehenden Rollout-Ringe für eine schrittweise Verteilung einsetzen.
Mit dem Wechsel auf 26H2 beginnt zugleich ein neuer Support-Lebenszyklus. Für die Editionen Home, Pro, Pro EDU und Pro for Workstations gewährt Microsoft 24 Monate Unterstützung, für Enterprise, Education, IoT Enterprise und Enterprise Multi-session sind es 36 Monate. Wer schon jetzt testen will, kann das im Experimental-Kanal des Insider-Programms tun; für eine breitere Erprobung empfiehlt Microsoft jedoch, auf die Verfügbarkeit im Release-Preview-Kanal zu warten, da die Qualität dort näher am finalen Release liegt. Bis dahin gilt: Wer seine Geräte mit den monatlichen Updates auf dem aktuellen Stand hält, sorgt für einen reibungsloseren Übergang, sobald 26H2 offiziell verfügbar ist.