Turbo für die Teamcloud

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Turbo für die Teamcloud

19.02.2026 - 08:40
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Nextcloud hat mit "Hub 26 Winter" eine neue Version seiner Kollaborationsplattform veröffentlicht. Im Mittelpunkt stehen eine überarbeitete Systemarchitektur namens ADA-Engine, erweiterte Migrationsfunktionen sowie zusätzliche Möglichkeiten für die serverübergreifende Zusammenarbeit. Die Neuerungen sollen vor allem die Performance in großen Installationen steigern und den Wechsel bestehender Datenbestände erleichtern.

Kern von "Nextcloud Hub 26 Winter" ist die ADA-Engine (Accelerated Direct Access). Der überarbeitete Core, entwickelt in PHP, Go und Rust, soll Daten nicht mehr nur verwalten, sondern sie aktiver bereitstellen. Laut Hersteller wurden dafür unter anderem die Dateizugriffsschicht sowie Datenbank- und Dateisystemanbindungen grundlegend überarbeitet. Das soll die Last im System reduzieren und Reaktionszeiten verkürzen – insbesondere bei großen Installationen. Für die Erstellung von Vorschaubildern werden demnach 40 bis 90 Prozent weniger Ressourcen benötigt, Freigabedaten in Nextcloud Talk sollen sich rund 20 Prozent schneller abrufen lassen. Auch lokale KI-Funktionen und Transkriptionen will Nextcloud beschleunigt haben.

Darüber hinaus erweitert Nextcloud die standardmäßig installierte Migrationsanwendung. Neben Dateien unterstützt sie nun auch den Export und Import von E-Mails, Kontakten, Kalendern, Tabellen sowie Daten aus der Projektmanagement-App Deck. Damit soll der Umzug bestehender Arbeitsumgebungen deutlich einfacher ausfallen.

Ausgebaut wurden zudem die Föderationsfunktionen, also die Zusammenarbeit über Servergrenzen hinweg. Mit Hub 26 Winter lassen sich unter anderem Deck-Boards mit externen Instanzen teilen, gemeinsame Kalender serverübergreifend nutzen und Teams organisationsübergreifend bilden. Anwender sollen so mit bestehenden Identitäten zusammenarbeiten können, ohne separate Konten anlegen oder Systeme zusammenführen zu müssen.