GPT-5.4 greift jetzt zur Maus

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GPT-5.4 greift jetzt zur Maus

06.03.2026 - 10:18
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OpenAI hat GPT-5.4 veröffentlicht, das erstmals Reasoning, Coding und native Computer-Use-Fähigkeiten in einem Modell vereint und in ChatGPT, der API sowie Codex verfügbar ist. Auf dem GDPval-Benchmark übertrifft das Modell Branchenprofis in 83 Prozent der Vergleiche, bei Desktop-Steuerungsaufgaben kommt es auf eine Erfolgsquote von 75 Prozent und übertrifft damit sogar den menschlichen Vergleichswert.

Mit GPT-5.4 bringt OpenAI ein neues KI-Modell auf den Markt, das Reasoning, Coding und agentische Workflows erstmals in einem einzigen System vereint. Das Modell steht ab sofort in ChatGPT als "GPT-5.4 Thinking", über die API sowie in der Coding-Plattform Codex bereit. Daneben führt OpenAI mit GPT-5.4 Pro eine leistungsstärkere Variante für besonders rechenintensive Aufgaben ein.

Besser als Branchenprofis

Beim GDPval-Benchmark, der Agenten in 44 Berufsfeldern gegen echte Fachleute antretenlässt, erreicht GPT-5.4 laut OpenAI eine Win-Rate von 83 Prozent – gegenüber 70,9 Prozent beim Vorgänger GPT-5.2. Bei internen Modellierungsaufgaben aus dem Investmentbanking erzielt das neue Modell 87,3 Prozent, während GPT-5.2 bei 68,4 Prozent bleibt. Zudem soll GPT-5.4 inhaltliche Einzelaussagen zu 33 Prozent seltener falsch formulieren als sein Vorgänger.

Maus, Tastatur, Browser

Als erstes Allzweckmodell von OpenAI steuert GPT-5.4 eigenständig Desktop-Umgebungen und navigiert per Maus- und Tastaturbefehlen durch Anwendungen. Auf dem OSWorld-Verified-Benchmark kommt das Modell auf eine Erfolgsquote von 75 Prozent – deutlich mehr als GPT-5.2 mit 47,3 Prozent und knapp über dem menschlichen Vergleichswert von 72,4 Prozent. Für Entwickler unterstützt das Modell außerdem einen Kontext von bis zu einer Million Tokens, was mehrstufige Langzeitaufgaben ermöglicht.

Preise, Verfügbarkeit, Token-Effizienz

ChatGPT-Nutzer mit Plus-, Team- und Pro-Abonnement bekommen ab sofort Zugang zu GPT-5.4 Thinking; GPT-5.2 Thinking bleibt bis zum 5. Juni 2026 unter "Legacy Models" verfügbar. In der API berechnet OpenAI 2,50 US-Dollar pro Million Input-Tokens und 15 US-Dollar pro Million Output-Tokens – etwas mehr als bei GPT-5.2. Eine neue Tool-Search-Funktion soll den Token-Verbrauch bei komplexen Workflows um bis zu 47 Prozent senken und so zumindest einen Teil der Mehrkosten ausgleichen.