Digitalisierung

Münchner Stadtrat setzt erneut auf Open Source

Rund neun Jahre nach dem offiziellen Aus des Linux-Projekts LiMux und fünf Jahre nach der ersten politischen Rückkehr zu Open Source treibt die Stadt München ihre Strategie für digitale Souveränität inzwischen deutlich konkreter voran. Während der spektakuläre Wechsel zurück zu Microsoft-Produkten im Jahr 2017 vielerorts als Scheitern von LiMux interpretiert wurde, verfolgt die bayerische Landeshauptstadt heute einen pragmatischeren Ansatz: Open Source soll überall dort eingesetzt werden, wo es technisch, organisatorisch und wirtschaftlich sinnvoll ist.

App-only – oder Zugang für alle?

Digitalisierung soll Prozesse vereinfachen – kann aber auch neue Hürden schaffen. Eine Petition gegen "Digitalzwang" rückt das Spannungsfeld zwischen Effizienz und Zugänglichkeit stärker in den Fokus der politischen Debatte. Hintergrund ist der Trend zu Digital-Only-Angeboten in Verwaltung und Alltag. Aktuelle Zahlen zeigen zudem: Längst nicht alle Menschen sind digital erreichbar – und könnten dadurch zunehmend ausgeschlossen werden.

Mehr Tempo, mehr Tiefe: Digitalisierung im Koalitionsvertrag

Die künftige Bundesregierung stellt die Digitalisierung in den Mittelpunkt ihrer politischen Agenda. Im Koalitionsvertrag finden sich zahlreiche Vorhaben, die von Verwaltungsmodernisierung über digitale Infrastruktur bis hin zur IT-Sicherheit reichen. Für IT-Verantwortliche lohnt sich ein genauer Blick auf die Pläne – denn sie betreffen auch Schnittstellen zur Wirtschaft.

Digitalisierung in Parteiprogrammen

Die Digitalisierung ist auch zur Bundestagswahl 2025 ein zentrales, aber oft vernachlässigtes Thema. Eine klare politische Verantwortlichkeit, etwa durch ein eigenständiges Digitalministerium, wurde lange Zeit nicht etabliert. Eine aktuelle Analyse der Wahlprogramme durch das PR-COM Research Lab zeigt jedoch, dass sich die Parteien in vielen digitalpolitischen Fragen zwar uneinig sind, dabei zu verschiedenen IT-Themen aber durchaus klar Position beziehen.