Im Test: Zscaler Zero Trust Exchange

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Im Test: Zscaler Zero Trust Exchange

29.06.2026 - 09:00
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Wer Zero Trust konsequent im Netzwerk verankern will, kommt an Zscaler kaum vorbei. Zscaler Zero Trust Exchange deckt mit ZIA, ZPA, Zero Trust Branch und weiteren Diensten nahezu jeden Aspekt moderner Netzwerksicherheit ab – vom mobilen Endanwender über IoT-Geräte bis hin zu externen Partnern ohne verwaltetes Endgerät. Die Plattform überzeugt durch architektonische Konsequenz und Funktionstiefe – will allerdings auch sorgfältig geplant sein.

Herkömmliche VPN-Verbindungen, die Remotenutzer anhand von IP-Adressen und Ports in ein Netzsegment einbinden, bieten eine unnötig große Angriffsfläche und erleichtern laterale Bewegungen im Kompromittierungsfall erheblich. Der Paradigmenwechsel hin zu einer Zero Trust Architecture (ZTA) und Zero Trust Network Access (ZTNA) setzt genau hier an. Als ehernes Grundprinzip stuft ZTNA keinen Nutzer, keinen Client und generell keine Verbindung automatisch als vertrauenswürdig ein – unabhängig davon, von wo der Zugriff erfolgt. ZTNA zielt darauf ab, jede Verbindung individuell zu authentifizieren, zu autorisieren, auch im laufenden Betrieb kontinuierlich zu überprüfen und Nutzer ausschließlich mit den spezifischen Anwendungen zu verbinden, die sie tatsächlich benötigen.

Cloudnative Plattform statt klassischem VPN

Zscaler verfolgt einen konsequent cloudnativen Ansatz. Die weltweit verteilte Plattform fungiert als Vermittlungsinstanz zwischen Nutzern, Geräten und Anwendungen und verhindert direkte IP-zu-IP-Kommunikation. Stattdessen prüft sie sämtliche Verbindungen anhand zentral definierter Richtlinien und verbindet Anwender nur mit den Anwendungen, auf die sie tatsächlich zugreifen dürfen.

Die beiden zentralen Bausteine sind Zscaler Internet Access (ZIA) und Zscaler Private Access (ZPA). Während ZIA den Zugriff auf Internet- und SaaS-Dienste absichert, ersetzt ZPA klassische VPN-Verbindungen durch einen anwendungsbasierten Zugriff. Nutzer erhalten keinen Zugang zu einem Netzwerksegment, sondern ausschließlich zu den konkret freigegebenen Anwendungen. Dafür baut der Client Connector auf dem Endgerät einen Tunnel zur Zscaler-Cloud auf, während App Connectoren in der Nähe der Anwendungen die Gegenstelle bilden. Erst nach erfolgreicher Authentifizierung und Richtlinienprüfung stellt die Plattform eine Verbindung her.

Im Test überzeugte vor allem die breite Unterstützung unterschiedlicher Endgeräte und Einsatzszenarien. Neben Windows, macOS, Linux sowie Android und iOS unterstützt Zscaler auch Thin Clients, VDI-Umgebungen und nicht verwaltete Geräte. Für Letztere steht ein browserbasierter Zugriff zur Verfügung, der den Einsatz zusätzlicher Software überflüssig macht. Externe Partner oder Dienstleister können so auf freigegebene Anwendungen zugreifen, ohne dass Administratoren ihnen direkten Netzwerkzugang gewähren müssen.

Darüber hinaus reicht die Plattform weit über klassische Fernzugriffe hinaus. Mit Zero Trust Branch bindet Zscaler Zweigstellen, IoT- und OT-Geräte nach Zero-Trust-Prinzipien an und erschwert laterale Bewegungen im Netzwerk erheblich. Ergänzende Dienste für Datensicherheit, KI-Schutz, Schwachstellenmanagement und Monitoring runden den Ansatz ab.

Fazit

Mit dem Zero Trust Exchange bietet Zscaler eine umfassende, cloudnative Plattform, die den Paradigmenwechsel vom klassischen Perimeter zu ZTNA konsequent umsetzt. ZPA ersetzt klassische VPN-Verbindungen durch einen Ansatz, der Nutzer isoliert mit Anwendungen verbindet, ohne ihnen unmittelbaren Netzwerkzugang zu gewähren. Der App Connector als schlanke Komponente vereinfacht die Anbindung privater Anwendungen in beliebigen Umgebungen, während der Client Connector auf den Endgeräten standortunabhängig durchgängigen Schutz gewährleistet.

Dass keine eingehenden Verbindungen erforderlich sind und sämtliche Kommunikation über ausgehende TLS-Tunnel läuft, vereinfacht die Konfiguration erheblich und reduziert die Angriffsfläche auf ein Minimum. (dr/ln)

Über den Autor: Dr. Christian Knermann veröffentlichte bisher zahlreiche Artikel im Bereich der Informationstechnologie für verschiedene Fachmagazine – darunter seit 20 Jahren für den IT-Administrator. Außerdem wirkt er an Buchprojekten mit und trägt auf nationalen und internationalen Konferenzen vor.

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Den kompletten Test finden Sie in Ausgabe 07/2026 ab Seite 18.

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