Meldung

Bundesweiter Warntag 2022 "ein Erfolg"

Am 8. Dezember fand der bundesweite Warntag 2022 statt. Dabei kamen erstmalig auch Cell Broadcasts zum Einsatz, die auf aktuellen Smartphones einen Alarmton sowie eine Hinweismeldung auf dem Display erzeugen. Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe bewertete den Warntag als Erfolg und ruft zur Teilnahme an einer Umfrage hierzu auf.
Am Warntag 2022 wurde erstmalig mittels Smartphones und Cell Broadcasts alarmiert.
Nachdem der Warntag 2020 ein weitgehender Reinfall war – in vielen Fällen lösten die Warn-Apps erst stark verspätet oder gar nicht aus – und der Warntag 2021 ganz abgesagt wurde, waren die Erwartungen an den Probealarm in diesem Jahr [1] entsprechend hoch. So hat die Flutkatastrophe im Sommer letzten Jahres dazu geführt, dass künftig neben bisherigen Systemen wie Sirenen und Warn-Apps auch in Deutschland Cell Broadcasts (CB) für die Alarmierung der Bevölkerung genutzt werden. Diese führen auf aktuellen Smartphones dazu, dass diese einen lauten Alarmton samt entsprechender Hinweismeldung ausgeben. Zusätzliche Apps sind in diesem Fall nicht nötig.

Unter Android unterstützen Geräte ab Version 11 CBs automatisch. iPhones empfangen die Meldungen ab iOS 15.6.1 beim iPhone 6S bis 7 beziehungsweise iOS 16.1 beim iPhone ab der Version 8. Im Vorfeld abschalten lässt sich die Alarmierung in der höchsten Warnstufe, die auch am Warntag Verwendung fand, nicht. Lediglich vollständig ausgeschaltete Mobiltelefone, Geräte im Flugmodus oder ohne jeglichen Empfang bleiben stumm. Auf lautlos gestellte Smartphones hingegen gaben die Alarmierung wieder.

Unter [2] stellt das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) eine Übersicht der unterstützten Endgeräte bereit. Nutzer älterer Geräte müssen den Cell-Broadcast-Empfang unter Umständen erst händisch aktivieren [3] oder bleiben ganz außen vor. Die technischen Details zum Cell-Broadcast-Verfahren finden sich in der Richtlinie "TR DE-Alert" [4] der Bundesnetzagentur. Ende Februar 2023 soll das Verfahren dann in den regulären Betrieb übergehen und zur tatsächlichen Alarmierung der Bevölkerung mitgenutzt werden.

Update: Warntag (weitgehend) erfolgreich
Das BBK bewertete den Warntag 2022 in einer ersten Stellungnahme als "Erfolg". Das Zusammenspiel der einzelnen Systeme habe funktioniert und die Menschen seien auf das wichtige Thema Warnung aufmerksam geworden. Für abschließende Ergebnisse sei es allerdings noch zu früh. Die Rückmeldungen würden nun ausgewertet.

Doch gibt es auch Berichte von Nutzern insbesondere im Netz der Telekom in Bayern, deren Smartphones in Sachen Cell Broadcast offenbar stumm geblieben sind. Auch die Entwarnung um 11.45 Uhr hat anscheinend zumindest auf diesem Weg gar nicht funktioniert. Und nicht zuletzt hatte die Nina-Warn-App mit einer Überlastung ihrer Server zu kämpfen.

Das BBK ruft derweil die Bevölkerung zur Teilnahme an einer Umfrage auf [5], in der es noch bis 15. Dezember die Wahrnehmung des Warntags sowie die Funktion der eingesetzten Warnmittel abfragt. Dies soll Rückschlüsse auf Probleme bei der Alarmierung sowie potenzielle Verbesserungen ermöglichen.
8.12.2022/dr

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